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UBS-Chef Ermotti gibt nun doch nicht alle privaten Mandate ab

Sergio Ermotti, Interimschef der UBS

Sergio Ermotti, Interimschef der UBS

Der Tessiner UBS-Chef muss sich nicht von allen privaten Engagements trennen. So darf er auch in Zukunft seine Fondazione Ermotti leiten. Und auch bei der Fluggesellschaft Darwin bleibt Sergio Ermotti vorläufig noch Verwaltungsrats-Präsident.

Der Interimschef der UBS Segio Ermotti, gibt nun doch noch nicht alle seine Ämter ab, wie die Grossbank noch vor kurzem vollmundig angekündigt hatte.

So darf Emotti auch in Zukunft seine Fondazione Ermotti leiten, wie die Zeitung «DerSontag» schreibt.  Laut UBS handelt es sich dabei um eine im Mai 2011 gegründete gemeinnützige Stiftung mit dem Zweck «soziale Solidarität». Sie unterstützt Verbände und Projekte aus dem Tessin.

Pikant an der Stiftung ist laut «Sonntag» deren Sitz: die Fidinam SA, via Maggio 1, in Lugano. Das ist die Gesellschaft von Tito Tettamanti, in deren Verwaltungsrat Sergio Ermotti selbst bis zu seinem Engagement bei der UBS sass. Die UBS-Pressestelle konnte gegenüber der Zeitung keinen Grund nennen, weshalb die Stiftung beim Tessiner Financier domiziliert sei.

Ermotti vorerst noch bei Darwin Airline

Auch den Posten als Präsident der Darwin Airline wird Ermotti nicht sofort abgeben. Die Sitzung, bei der Ermottis Nachfolger gewählt werden könne, sei nicht vor Ende November geplant, sagte Darwin-Chef Fabio Parini der «NZZ am Sonntag».

Die UBS hält gegenüber dem «Sonntag» fest, dass sie seit dem Eintritt von Ermotti in die Konzernleitung über die nebenberuflichen Engagements informiert war und diese ausdrücklich bewilligt hatte. Den Mitgliedern des Nominierungskomitees im Verwaltungsrat muss zumindest fehlender Realitätssinn vorgeworfen werden. Präsidiert wird der Ausschuss von Kaspar Villiger. Weitere Mitglieder sind der Schweizer Bruno Gehrig, der Belgier Michel Demaré sowie David Sidwell, ein britisch-amerikanischer Doppelbürger. (bs/rsn)

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