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UBS-Aktionäre akzeptieren neues Vergütungsmodell

Der neue Konzernchef Oswald Grübel

Oswald Grübel

Der neue Konzernchef Oswald Grübel

Die Aktionäre der Grossbank UBS haben das neue Vergütungsmodell trotz zahlreicher kritischer Voten ziemlich deutlich angenommen. Knapp 88 Prozent der Aktienstimmen genehmigten in einer Konsultativabstimmung das neue Lohnkonzept.

Gemäss dem neuen Modell will die UBS ihre Vergütung nach der Kritik an Milliardenboni trotz Rekordverlusten längerfristiger ausrichten und enger an die Wertschaffung koppeln. Die Boni basieren neu nicht nur auf einem Bonus- sondern auch auf einem Malus-System.

Die variable Barvergütung wird zunächst nur noch bis zu einem Maximum von einem Drittel ausbezahlt. Der grössere Anteil wird auf einem Sperrkonto einbehalten, der bei Verlusten in Folgejahren geschmälert wird. Ein ähnliches Konzept gilt für die variable Aktienbeteiligung.

Dominique Biedermann, Direktor der von Pensionskassen gegründeten Stiftung Ethos, kritisierte als einer von diversen Votanten, auch im neuen Vergütungsmodell fehlten Obergrenzen. Damit könnten Exzesse auch künftig nicht verhindert werden.

Die UBS befindet sich weiterhin in einer äusserst schwierigen Lage. Für das erste Quartal 2009 rechnet sie mit einem Verlust von knapp 2 Mrd. Franken.

Die Kernkapitalquote beträgt noch ungefähr 10 Prozent. Bis Ende 2010 will sie nun 3,5 bis 4 Mrd. Fr. einsparen. Dazu sollen weitere 8700 Stellen abgebaut werden. Die Zahl der Beschäftigten sinkt damit auf 67 500. Betroffen ist auch die Schweiz. Auf dem Heimmarkt gehen 2500 Stellen verloren.

Demnach gibt es hierzulande voraussichtlich 1200 bis 1500 Entlassungen. Die Grossbank nutze die natürliche Fluktuation. Es bestehe ein Sozialplan..

Die Ergebnisse der Grossbank seien nach wie vor unbefriedigend, sagte der neue Konzernchef Oswald Grübel. Die Krise sei noch nicht überwunden. Unter dem Strich musste die UBS erneut einen Geldabfluss verkraften. Im Segment Wealth Management & Swiss Banking belief sich der Netto-Geldabfluss auf rund 23 Mrd. Franken.

Insbesondere nachdem bekannt wurde, dass die UBS rund 250 Kundendaten an die US-Behörden wegen Verdachts auf Steuerbetrugs übermitteln musste, sei es zu Abflüssen gekommen.

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