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Uber wächst weiter kräftig - macht aber noch mehr Verlust

Der Fahrdienstleister Uber hat bei den Einnahmen stark zugelegt - allerdings belasten die Kosten für den Börsengang und verkaufsfördernde Massnahmen den Gewinnausweis. (Archivbild)

Der Fahrdienstleister Uber hat bei den Einnahmen stark zugelegt - allerdings belasten die Kosten für den Börsengang und verkaufsfördernde Massnahmen den Gewinnausweis. (Archivbild)

Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat zu Jahresende ein starkes Wachstum verzeichnet. Das Unternehmen ist aber noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

Unterm Strich ergab sich in den drei Monaten bis Ende Dezember ein Minus von 1,1 Milliarden Dollar, wie Uber am Donnerstag nach US-Börsenschluss in San Francisco mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Verlust noch 887 Millionen Dollar betragen.

Der Umsatz nahm indes um fast 40 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar zu. Damit schlug sich Uber besser, als von Analysten erwartet worden war.

Das Unternehmen leistet sich nicht nur im umkämpften Fahrdienstmarkt hohe Ausgaben, um Rivalen wie Lyft auf Distanz zu halten, sondern investiert auch stark in neue Geschäftsfelder wie den Essenslieferdienst Uber Eats. Hier buhlt Uber mit Promo-Aktionen und Sonderangeboten um Kunden, was stark ins Geld geht und die Geschäftsresultate belastet. Im gesamten Geschäftsjahr 2019 machte Uber einen enormen Verlust von 8,5 Milliarden Dollar, was allerdings vor allem an hohen Sonderkosten des Börsengangs im Mai lag.

Rosigere Aussichten

Uber will dank starker Kundennachfrage ein Jahr früher erste Gewinne präsentieren als bisher geplant. Dieses neue Ziel gab Konzernchef Dara Khosrowshahi am Donnerstag (Ortszeit) in einer Telefonkonferenz nach US-Börsenschluss bekannt. An der Wall Street sorgte er damit für Jubel: Die Uber-Aktien zogen daraufhin im nachbörslichen Handel um fünf Prozent an.

Nach Worten Khosrowshahis soll das Unternehmen bereits im Schlussquartal dieses Jahres nach bereinigter Rechnung schwarze Zahlen schreiben. Noch im November hatte Uber dieses Ziel für Ende 2021 ausgegeben. Khosrowshahi kündigte nun Kostensenkungen sowie verstärkte Anstrengungen zur Kundenbindung an.

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