Nach den Bildern des Militärputschs gegen die Erdogan-Regierung verging vielen Schweizern die Lust für Türkei-Ferien. Doch langsam erholt sich der Markt, wie Hotelplan-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir sagt: «Für die aktuelle Sommersaison liegen die Buchungen 25 Prozent über dem Vorjahresniveau.» Auch Kuoni, TUI und Knecht Reisen bestätigen die steigende Tendenz. Dies kommt gar einer Kehrtwende gleich, denn die Buchungen im letzten Jahr hatten sich noch immer negativ entwickelt, wie Huguenin-dit-Lenoir sagt. Dennoch würden vor allem Badeferien in der Südtürkei wieder stärker nachgefragt. Die Zahlen für Städtereisen nach Istanbul verharren hingegen auf tiefem Niveau.

Günstigere Drinks an der Bar

Der Fall der türkischen Lira habe weder für Kunden noch für den Reiseveranstalter einen Einfluss, da man die Verträge mit den türkischen Hotel- und Reisepartnern in Euro oder anderen internationalen Währungen abgeschlossen habe, heisst es bei Hotelplan und Kuoni. Zudem hätten die meisten Kunden All-inclusive-Ferien gebucht, sodass die Ausgaben vor Ort gering ausfallen dürften. «Allenfalls ist das Shopping oder ein Drink in der Bar etwas günstiger», sagt die Hotelplan-Sprecherin. Generell empfehle man den Kunden, etwas Bargeld in Schweizer Franken und in Euro mitzunehmen, die Landeswährung hingegen vor Ort am Bancomaten zu beziehen.

Knecht Reisen rät Kunden mit Türkei-Reiseplänen den Gang zu ihrer Bank, um sich über die beste Feriengeld-Strategie beraten zu lassen. «Es handelt sich hier um eine Ausnahmesituation», sagt Sprecher Matthias Reimann. Die UBS empfiehlt ihren Kunden, wenn immer möglich bargeldlos mit Kredit- oder Debitkarten zu bezahlen und nur kleine Beträge in Form von Bargeld mitzuführen. Die Verbuchung der Transaktion erfolge in der Regel am nächsten oder übernächsten Bankwerktag, sagt Sprecherin Claudia Hager. «Was in der Türkei zudem attraktiv sind, sind Euro-Noten, als Bargeldalternative zur Lira.»