Energie

Trotz Wirtschaftswachstum ist Stromverbrauch in der Schweiz stabil

Wegen der Stillstände der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt haben die Schweizer Kernkraftwerke 3,6 Prozent weniger Strom produziert. (Archivbild)

Wegen der Stillstände der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt haben die Schweizer Kernkraftwerke 3,6 Prozent weniger Strom produziert. (Archivbild)

Der Stromverbrauch in der Schweiz ist im vergangenen Jahr stabil geblieben. Dies, obwohl die Wirtschaft gewachsen ist und die Schweiz mehr Einwohner zählt.

Nach Abzug der Übertragungs- und Verteilverluste verbrauchte die Schweizer Bevölkerung im Jahr 2017 58,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Freitag mitteilte. Das sind 0,4 Prozent oder 244 Millionen kWh mehr als im Jahr 2016.

Dabei ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) (provisorisch) um 1 Prozent gestiegen und die Bevölkerung um 0,7 Prozent gewachsen. Allerdings haben die Heiztage gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent abgenommen. Da in der Schweiz gegen 10 Prozent des Stromverbrauchs für das Heizen verwendet werden, wirkt diese Entwicklung leicht verbrauchsdämpfend, wie es weiter heisst.

Die inländische Elektrizitätsproduktion sank leicht um 0,2 Prozent auf 61,5 Milliarden kWh. Die Wasserkraftanlagen produzierten 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Stromproduktion der Kernkraftwerke nahm um 3,6 Prozent ab und betrug noch 19,5 Milliarden kWh. Dies ist laut BFE vor allem auf ausserordentliche Stillstände des Kernkraftwerks Beznau I sowie des Kernkraftwerks Leibstadt zurückzuführen.

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