Angesichts der verregneten Sommermonate Juli und August sei die Zunahme positiv zu werten, teilte der Schweizer Brauerei-Verband am Dienstag mit. Die Brauer profitierten vom sonnenreichen Frühling und von der Fussball-WM.

Der Inlandausstoss der Schweizer Brauereien nahm von Oktober 2013 bis September 2014 nach rückläufigen Vorjahren leicht zu. Mit knapp 3,4 Millionen Hektolitern (+0,3 Prozent) sank aber der Marktanteil weiter von 73,9 auf 73,2 Prozent. Dies liegt daran, dass die Importbiere mit einem Plus von 4,3 Prozent erneut stärker zugenommen haben.

Denn während in Gaststätten seit längerem weniger Bier getrunken wird, findet eine Verlagerung zum Heimkonsum statt. So wird Bier vermehrt im Detailhandel gekauft, wo auch billige ausländische Biere zu finden sind, wie der Brauerei-Verband erklärte. Gegenüber dem Vorjahr (+9,1 Prozent) scheine jedoch eine Abflachung des Wachstums der Bierimporte eingesetzt zu haben.

Der Verband kämpft dafür, dass es in Zukunft überhaupt weiterhin „Schweizer Bier“ gibt. So ist für ihn unhaltbar, dass im Rahmen der „Swissness-Bestimmungen“ Wasser nicht mehr als Rohstoff für Lebensmittel angerechnet werden können soll.

Bier bestehe zu 90 Prozent aus Wasser. Und bei den restlichen Rohstoffen Hopfen und Malz liege der Selbstversorgungsgrad der Schweiz nahezu bei null, erklärte der Verband. Er vertritt 16 Unternehmen mit 18 Braustätten, die über 96 Prozent der inländischen Produktion abdecken.

Gibt es bald kein Schweizer Bier mehr?

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