Uhrenindustrie

Trotz Swiss Made: Jean-Claude Biver darf seine Uhr nicht auf dem Rütli präsentieren

Jean-Claude Biver im Interview

Marc Biver im Interview

Heute Mittag präsentiert Tag Heuer seine neue Smartwatch in Brunnen SZ. Ursprünglich sollte der Event auf dem Rütli stattfinden. Gleichwohl will Biver mit dem Auftritt zeigen, dass die neue Uhr im Vergleich zur Vorgängerin eine «echte Schweizer Uhr» ist.

Jean-Claude Biver gehört zu den kreativsten Köpfe in der Branche. Der ehemalige Hublot-CEO ist heute noch Verwaltungsratspräsident der Schweizer Uhrenfirma, die zum französischen Luxusgüterkonzern LVMH gehört und ist seit dem 1. März 2014 zusätzlich Leiter des Uhrengeschäfts von LVMH, verantwortlich für die Uhrenmarken TAG Heuer und Zenith.

Keine kommerziellen Veranstaltungen auf dem Rütli

Vergangenen Dienstag präsentiert er seine die neue Smartwach von TAG Heuer, die „Connected“. Damit läutet Biver den Reigen ein an Neuvorstellungen von Uhren im Hinblick auf die wichtigste Uhrenmesse der Schweiz, die Baselworld, die nächste Woche ihre Toren öffnet. Ursprünglich sollte die Uhr auf dem Rütli präsentiert werden. Doch die Benutzungsordnung der von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) verwalteten Rütliwiese darf nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Kurzfristig musste der Event nach Brunnen SZ verlegt werden. Die bereits verschickten Einladungen wurden korrigiert. „Ein Mitarbeiter hat die Benutzungsordnung nicht richtig gelesen. Nun mussten wir umplanen“, erklärt Biver.

150'000 Stücke pro Jahr werden produziert

Gleichwohl will der Tag-Heuer-Chef zeigen, dass man im Vergleich zur ersten Ausgabe der „Connected“ eine echte Schweizer Uhr produziert. Sie entspricht den neuen Swiss-Made-Vorschriften. So wurden die Fertigungsstrassen von Intel in der Schweiz aufgebaut. Insgesamt möchte Biver mit der neuen Uhr 150’000 Stücke pro Jahr herstellen.

Autor

Andreas Schaffner

Andreas Schaffner

Meistgesehen

Artboard 1