Strassenverkehr

Trotz mehr Verkehr: Ausstoss von Luftschadstoffen nimmt ab

Seit 1986 veröffentlicht das BAFU regelmässig Berichte zu Luftschadstoffen (Symbolbild)

Seit 1986 veröffentlicht das BAFU regelmässig Berichte zu Luftschadstoffen (Symbolbild)

Obwohl der Verkehr zugenommen hat, ist die Luft heute sauberer als früher. Der Ausstoss von gesundheitsschädigenden Schadstoffen hat deutlich abgenommen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) rechnet mit einer weiteren Verbesserung.

Seit 1990 ist der Stickoxid-Ausstoss um über 50 Prozent zurückgegangen, wie das BAFU am Donnerstag mitteilte. Die Kohlenwasserstoff-Emissionen nahmen um über 80 Prozent ab. Das BAFU führt dies auf strengere Abgasnormen und Vorschriften für die Treibstoffqualität zurück.

Beim klimaschädigenden Kohlendioxid (CO2) sieht die Bilanz schlechter aus. Hier hat der Ausstoss zugenommen. Für die Zukunft zeigt sich das BAFU jedoch optimistisch. Es geht davon aus, dass die Emissionen nach einem Höchststand von rund 14,4 Millionen Tonnen im Jahr 2010 auf rund 12,8 Millionen Tonnen im Jahr 2030 sinken. Dies würde dem Stand von 1990 entsprechen.

Das BAFU veröffentlicht seit 1986 regelmässig Berichte zu den Luftschadstoffen. Der aktuelle Bericht zeige insbesondere bei den Kaltstart-Emissionen neue Ergebnisse, schreibt das Bundesamt. Kalte Motoren stossen demnach bis zu 80 Prozent der Kohlenwasserstoffe auf den ersten Fahrkilometern aus. Dieses Problem sei bedeutend, weil der Anteil an kurzen Autofahrten hoch sei, schreibt das BAFU.

Einen Einfluss auf die Entwicklung habe auch der Trend zum Motorradfahren. Motorräder stiessen im warmen Fahrbetrieb mehr Kohlenwasserstoff aus als Autos. Luftschadstoffe wie Kohlenwasserstoff und Stickoxide reizen die Atemwege. Insbesondere die ultrafeinen Russpartikel sind krebserregend.

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