"Wir sind guter Dinge", sagte Daimlers China-Vorstand Hubertus Troska am Mittwoch in Peking anlässlich des Produktionsstarts einer neuen A-Klasse für den chinesischen Markt.

Zwar habe der Gesamtmarkt in China in den letzten Monaten einen Rückgang erlitten, "der Premium-Markt wächst aber weiter", sagte Troska. Ein zweistelliges Wachstum sei für den deutschen Autobauer für das Gesamtjahr machbar.

Für Daimler ist China seit Jahren der wichtigste Absatzmarkt. In diesem Jahr verkauften die Stuttgarter bis einschliesslich Oktober 550 938 Autos der Marke Mercedes in der Volksrepublik, ein Zuwachs von 12,7 Prozent. Damit ist Daimler noch vor Audi und BWM der führende deutsche Premiumanbieter.

In China ist der Gesamtmarkt für Autos seit mehreren Monaten rückläufig. Weil sich Käufer wegen der schwächeren Konjunktur und aus Sorge um den Handelsstreit mit den USA zurückhielten, war der Absatz aller Autobauer in den ersten zehn Monaten um 0,1 Prozent auf 22,97 Millionen Autos gefallen. Im Oktober betrug das Minus dem chinesischen Autoverband CAAM zufolge 11,7 Prozent, der grösste Rückgang seit sieben Jahren.

Auch für Daimler haben die Strafzölle, mit denen sich die beiden grössten Volkswirtschaften überzogen haben, Konsequenzen. Daimler produziert Teile seiner in China verkauften Autos in US-Werken. "Das hat sicher einen gewissen Effekt, weil die Fahrzeugimporte aus den USA jetzt etwas teurer geworden sind", sagte Troska.

Daimler produziert nach eigenen Angaben mehr als 70 Prozent der Fahrzeuge für den chinesischen Markt direkt in China. "Wir werden weiterhin stark in unsere lokale Produktion investieren", sagte Troska.