Informatik

Trotz Informatik-Flop: Beim Nachfolgeprojekt von Insieme kommen wieder dieselben Firmen zum Zug

Ein Informatiker am Werk (Symbolbild)

Ein Informatiker am Werk (Symbolbild)

Bei Fiscal-IT, dem neuen IT-Projekt der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), arbeiten mindestens sechs Firmen mit, die schon beim Vorgängerprojekt Insieme am Werk waren.

Bei Fiscal-IT, dem neuen IT-Projekt der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), arbeiten mindestens sechs Firmen mit, die schon beim Vorgängerprojekt Insieme am Werk waren. Das zeigt eine interne Liste des Bundes, die der Zeitung «Schweiz am Sonntag» vorliegt.

Es geht etwa um die Firmen BSR & Partner und Unisys, die im Zusammenhang mit dem 100-Millionen-Flop Insieme besonders viele negative Schlagzeilen machten.

Die fraglichen Firmen erhalten somit neue Aufträge, obwohl diverse Untersuchungen des Bundes sowie der Bundesanwaltschaft zu Insieme noch laufen.

Das Parlament soll in der Wintersession 85 Millionen für Fiscal-IT sprechen, aber dagegen formiert sich jetzt Widerstand.

So beantragt SVP-Nationalrat Thomas Aeschi, vorderhand nur 40 Millionen für das neue IT-Projekt freizugeben.

Unisys ist zudem eine der US-Firmen, die namentlich vom Bund viele lukrative Aufträge in sensiblen Bereichen haben, obwohl sie gleichzeitig intensiv für die NSA arbeiten. Politiker wollen das jetzt stoppen.

«Das ist ein Problem, um das sich die Politik dringend kümmern muss», sagt Nationalrat Aeschi.

Er schlägt vor, dass nur noch Preferred Suppliers solche Aufträge erhalten. Also Lieferanten, die der Bund einer vertieften Prüfung unterzogen hat.

Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne) regt gar an, dass Unternehmungen mit engen Kontakten zu ausländischen Geheimdiensten gar keine sensiblen Aufträge mehr erhalten sollen.

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