Transocean

Transocean sträubt sich gegen Untersuchungen

Kaum gerät die grösste Ölkatastrophe 2010 in Vergessenheit, stellt sich Transocean zu weiteren Aufklärungen früherer Vorfälle quer.

Kaum gerät die grösste Ölkatastrophe 2010 in Vergessenheit, stellt sich Transocean zu weiteren Aufklärungen früherer Vorfälle quer.

Der Schweizer Ölbohrinsel-Gigant Transocean wehrt sich mit Händen und Füssen gegen die Aufklärung eines Unglücks von 2005. Letztes Jahr sorgte die Firma mit der grössten Ölkatastrophe für Negativschlagzeilen.

Transocean beglückte am 31. Dezember 2010 das US Chemical Safety Board (CSB) mit einem Brief. Darin gab Rechtsanwältin Rachel Clingman CSB-Sprecher Daniel Horowitz zu verstehen, man leiste den Aufforderungen von CSB keine Folge mehr.

CSB untersucht einen Vorfall in Texas, bei dem es bereits 2005 zu einer Explosion auf einer Bohrinsel kam. Schon damals musste der englisch-niederländische Ölmulti BP eine Busse von 50 Millionen Dollar zahlen.

Transocean spricht nun CSB das Recht ab, auch diesen Unfall zu untersuchen. Das Panel dürfe nur lokal stationierte Bohrvorrichtungen untersuchen, Bohrinseln im Wasser aber nicht.

Zusätzlich meinte die Firma aus Vernier, sie wolle alle Dokumente der CSB einsehen. CSB-Sprecher Daniel Horowitz will sich nun ans Justice Departement wenden mit dem Ziel, Transocean zur Mitarbeit zu zwingen.

Transocean stand letztes Jahr im Mittelpunkt der grössten Ölkatastrophe. Im April explodierte eine Hochsee-Bohrinsel vor der Küste Louisianas. Dabei kamen elf Arbeiter ums Leben, 17 wurden verletzt. Eine Ölkatastrophe riesigen Ausmasses nahm ihren Lauf und brachte an den Küsten der USA alle Ölbohraktivitäten zeitweise zum Stillstand.

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