Im Vergleich zum Vorjahr sank der Gewinn von Transocean von 710 Mio. auf 368 Mio. Dollar. Der operative Gewinn (EBIT) belief sich auf 645 Mio. Dollar nach 957 Mio. Dollar im dritten Quartal des Vorjahres.

Negativ auf das Ergebnis ausgewirkt haben sich gemäss Transocean namentlich Ausgaben für interne Untersuchungen, Rechtskosten und höhere Versicherungsprämien, mit denen der Konzern wegen des Untergangs der Deepwater Horizon konfrontiert ist. Die Bohrinsel explodierte im Frühling. Dies verursachte eine grosse Ölpest im Golf von Mexiko.

Auf das Ergebnis gedrückt hat aber nicht nur die havarierte Ölplattform, sondern auch der vorzeitige Rückkauf von Wandelanleihen sowie Steuern, wie aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Quartalsbericht hervorgeht.

Zurückgegangen ist demnach auch der Umsatz des seit April an der Schweizer Börse (SIX) kotierten Unternehmens: Er sank im Vergleich zum Vorjahr von 2,82 Mrd. Dollar auf 2,31 Mrd. Dollar. Für 2011 rechnet Transocean aber wieder mit einem Anstieg des Umsatzes. Ein nach der Ölkatastrophe verhängtes Moratorium der USA für Öl-Tiefseebohrungen wurde mittlerweile nämlich wieder aufgehoben.

Gewinnausschüttung blockiert

Mit den Quartalszahlen blieb Transocean hinter den Erwartungen der Börsenanalysten zurück. Am Donnerstag hielten die Aktien des Ölbohrkonzerns dennoch mit der Entwicklung des Swiss Market Index (SMI) mit. Kurz vor Mittag notierten die Transocean-Papiere rund 1,3 Prozent im Plus und lagen damit leicht hinter dem SMI (+1,4 Prozent) zurück.

In Analystenkreisen hiess es, die finanziellen Auswirkungen der Deepwater-Horizon-Geschichte seien bis anhin doch ziemlich limitiert. Allerdings beständen weiterhin Unsicherheiten durch die hängigen Klagen im Zusammenhang mit der Katastrophe.