Automarkt

Toyota bei Schweizer Autokäufern immer unbeliebter

Schweizer kaufen wieder mehr Autos (Symbolbild)

Schweizer kaufen wieder mehr Autos (Symbolbild)

In der Schweiz leisten sich wieder Viele ein neues Auto: Im März verkauften die Importeure und Garagisten rund ein Fünftel mehr Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Grosse Verliererin war die wegen Qualitätsproblemen in die Schlagzeilen geratene Marke Toyota.

Das japanische Unternehmen verkaufte in der Schweiz 919 Autos und damit fast 40 Prozent weniger als im März 2009 - der Marktanteil halbierte sich praktisch von 6,3 auf 3,2 Prozent.

Über das ganze erste Quartal gesehen konnte Toyota rund ein Fünftel weniger neue Wagen absetzen, wie die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure (auto-schweiz) weiter mitteilte.

Der weltgrösste Autohersteller hat derzeit mit einer beispiellosen Pannenserie zu kämpfen. Er musste zu Jahresbeginn weltweit mehr als 8,5 Mio. Fahrzeuge zurückrufen.

Die Schweizer Autobranche als Ganzes kann hingegen frohlocken: Insgesamt verkaufte sie im März 28'354 Neuwagen (+19,7%). Seit Jahresanfang erhöhte sie die Verkäufe um 11,4 Prozent.

Im Gegensatz zu Toyota zählten die anderen führenden Mittelklasse-Marken viele neue Kunden: Beispielsweise verzeichnete Volkswagen im März ein Plus von 40 Prozent, Ford legte um einen Fünftel zu und Renault verkaufte einen Drittel mehr.

Prozentual gesehen grösste Gewinnerin war die Renault-Marke Dacia: 244 neue Dacias kurven seit März auf Schweizer Strassen (+180% im Jahresvergleich). Seit Jahresbeginn hat die rumänische Herstellerin ihre Verkäufe in der Schweiz fast verdreifacht.

Auf der Verliererseite sticht neben Toyota auch Saab hervor: Der nur knapp vor dem Konkurs bewahrte schwedische Produzent setzte im März lediglich 47 neue Fahrzeuge ab (-37,3%).

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