Boni

Top-Verdiener unter US-Manager bekam 2008 über 700 Mio. Dollar

US-Manager Schwarzman (Archiv)

US-Manager Schwarzman (Archiv)

Der Top-Verdiener unter den US-Managern bekam im vergangenen Jahr mehr als 700 Millionen Dollar. Der Chef des Finanzinvestors Blackstone, Stephen Schwarzman, verdiente 702,4 Millionen Dollar.

Fast die gesamte Summe floss Schwarzman durch Zuteilung von Aktien beim Börsengang von Blackstone zu, wie die US-Anlegerschutzorganisaton Corporate Library mitteilte. Die Anlegeschützer kritisierten, das Geld sei Schwarzman "nicht durch ein Kontrollgremium zugestanden worden, sondern durch Herrn Schwarzman selbst".

Auf Platz zwei der bestbezahlten US-Manager steht der Chef des Software-Hauses Oracle, Lawrence Ellison, mit 556,9 Mio. Dollar. Dahinter folgen Ray Irani vom Öl-Unternehmen Occidental Petroleum mit 222,6 Mio. Dollar. Der Rest der Top 10, die allesamt mindestens 70 Mio. Dollar verdienten, wird vor allem von den Chefs von Energiefirmen beherrscht.

Die meisten der Manager kamen auf die dreistelligen Millionensummen, weil sie von ihnen zugeteilten Aktienoptionen Gebrauch machten. Die Anlegerschützer kritisierten, dass die riesigen Gehälter trotz fallender Aktienkurse erzielt wurden, womit das Prinzip der leistungsgerechten Bezahlung verletzt werde.

In den USA gibt es derzeit grosse öffentliche Empörung über die Bezahlung von Bankern und Managern. Der Ärger entzündete sich unter anderem daran, dass Investmentbanker weiter Millionen-Boni erhalten, obwohl ihre Institute durch staatliche Geldspritzen am Leben gehalten wurden.

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