Bahnfahren

Telekomfirmen und SBB wollen Funklöcher auf Bahnlinien stopfen

Jugendliche fahren Zug und telefonieren mit dem Handy (Archivbild aus dem Jahr 2003)

Jugendliche fahren Zug und telefonieren mit dem Handy (Archivbild aus dem Jahr 2003)

Schlechte Mobiltelefonverbindungen auf Bahnfahrten sollen bis spätestens 2015 der Vergangenheit angehören. Die drei Mobilfunkanbieter Swisscom, Orange und Sunrise wollen 1200 SBB-Wagen mit Antennen ausrüsten. Derzeit laufen Verhandlungen.

Die drei Mobiltelefonanbieter haben sich für das Projekt im Konsortium Intraincom zusammengeschlossen, wie Swisscom-Sprecher Sepp Huber auf Anfrage Berichte von "Le Matin Dimanche" und der "SonntagsZeitung" bestätigte. Ziel ist es, das Signal des Mobilfunks dritter Generation (3G) zu verbessern.

Bis im Dezember sollten die Verhandlungen, die sich vor allem um die Kostenaufteilung drehen, laut Huber abgeschlossen sein. Wie viel die Aufrüstung der Bahnwagen kosten wird, wollte Huber nicht sagen.

Ursache schlechter Mobiltelefonverbindungen in Zügen sind die beschichteten Fensterscheiben, die für den Wärmehaushalt der Wagen wichtig sind. Sie schwächen das Mobilfunksignal stark ab. Dem können die Telekomfirmen Abhilfe schaffen, indem sie Antennen auf den Wagendächern sowie Kabel im Wageninnern anbringen. Auch entlang der Bahnlinien sollen neue Antennen aufgestellt werden.

Die Arbeiten an den Wagen und den Bahnlinien sind relativ aufwendig, wie SBB-Sprecher Jean-Philippe Schmidt sagte. Deshalb dauere die Umrüstung mehrere Jahre. Die neuen Bahnwagen, welche die SBB ab 2012 von Bombardier erhält, sind bereits mit der neuen Technologie ausgerüstet.

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