Vor allem Apple entzückt wieder die Investoren. Der Konzern verkündete am Montagabend Rekorde beim Absatz seiner Lifestyle-Computer und -Handys und kündigte für das laufende Jahr "sehr starke" neue Produkte an.

Apple setzte so viele seiner Mac-Rechner und iPhone-Handys ab wie nie zuvor. Im wichtigen Weihnachtsquartal verdiente der Konzern knapp 3,4 Mrd. Dollar, 50 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um ein Drittel auf 15,7 Mrd. Dollar.

Allerdings taugt der Trendsetter nur bedingt als Konjunkturbarometer: Seine teuren Produkte zielen auf eine kaufkräftige Kundschaft, die auch in der Krise Geld für Lifestyle-Gadgets ausgibt.

Doch auch die Halbleiter-Branche, deren Zahlen als Indikator für die gesamte Wirtschaft gelten, beendete das Krisenjahr 2009 versöhnlich.

Nach Intel und AMD legte am Montagabend auch Texas Instruments (TI) starke Zahlen vor. Der Umsatz stieg um rund ein Fünftel auf 3 Mrd. Dollar, der Gewinn versechsfachte sich auf 655 Mio. Dollar - deutlich mehr als von Analysten erwartet.

TI ist Branchenführer bei analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben, die in Geräten von der Waschmaschine bis zum Fernseher zum Einsatz kommen.

Wegen seinem breiten Angebot gilt auch IBM als Gradmesser für den Zustand der IT-Branche. Der ehemals grösste Hardwarehersteller profitierte von der Neuausrichtung seines Geschäfts und verdiente vor allem mit Software und Dienstleistungen prächtig.

Während einige IT-Konzerne in der Krise eine Grippe bekamen, hatte Google allenfalls einen leichten Schnupfen. Das Geschäft mit Werbung im Umfeld seiner dominanten Suchmaschine legte im letzten Quartal wieder deutlich zu. "Wir sind mit vollem Dampf zurück im Geschäft", sagte Google-Chef Eric Schmidt.