Je nach Marktlage könnten im Anschluss daran Anleihen im Volumen von bis zu 4,8 Milliarden ausgegeben werden, möglicherweise in Verbindung mit einer Bankkreditfinanzierung, heisst es in einer einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die Mittel sollen zur Refinanzierung des Syngenta-Aktionärs verwendet werden. Der verbleibende Erlös werde für allgemeine Unternehmenszwecke bei Syngenta verwendet.

Syngenta war im vergangenen Sommer für 43 Milliarden Dollar von ChemChina übernommen worden. Nie zuvor hatte eine chinesische Firma für so viel Geld im Ausland eingekauft. Vor diesem Hintergrund werden immer wieder Befürchtungen laut, ChemChina könnte nun Schulden für die Übernahme auf Syngenta überwälzen.

2017 in den roten Zahlen

Mitte Februar gab Syngenta für das Geschäftsjahr 2017 einen Umsatzrückgang von 1 Prozent auf 12,65 Milliarden Dollar bekannt. Das Jahr sei durch schwierige Bedingungen und weiterhin hohen Druck auf die Einkommen in der Landwirtschaft gekennzeichnet gewesen, hiess es zur Begründung.

Einen Monat später stellte Syngenta auch den vollständigen Geschäftsbericht 2017 auf seine Webseite. Dieser zeigt, dass der Konzern einen Verlust von 96 Millionen Dollar verbucht hat. Im Jahr zuvor hatte Syngenta noch einen Gewinn von 1,18 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Verantwortlich für die roten Zahlen waren teure Rechtsfälle in den USA. Syngenta hatte Rückstellungen von 1,55 Milliarden Dollar gebildet für die Beilegung dieser Rechtsstreitigkeiten.

Die Ironie dabei: Syngenta hatte in den USA Saatgut für genveränderten Mais verkauft. Doch China, wichtiger Absatzmarkt für die amerikanischen Bauern, hatte die Einfuhr verboten. Den Bauern waren dadurch Einnahmen in Milliardenhöhe entgangen. Zur Erinnerung: ChemChina, heutige Besitzerin von Syngenta, ist chinesischer Staatskonzern.

In der gleichen Sache hat sich Syngenta mit dem US-amerikanischen Handelshaus Archer Daniels Midland im Februar 2018 geeinigt. Was das gekostet hat, geht aus dem Geschäftsbericht 2017 natürlich noch nicht hervor.

Darüber hinaus hat die Steuerreform in den USA das Ergebnis 2017 um 96 Millionen Dollar gedrückt, so der Geschäftsbericht weiter. Würden diese Effekte ausgeklammert, hätte Syngenta einen Gewinn von 1,15 Milliarden Dollar ausgewiesen.