Metallindustrie

Swissmetal mit Verlust - gestiegene Kupferpreise belasten Ergebnis

Swissmetal schreibt rote Zahlen (Archiv)

Swissmetal schreibt rote Zahlen (Archiv)

Die weltweite Wirtschaftskrise hat den Buntmetallverarbeiter Swissmetal im ersten Halbjahr 2009 noch tiefer in die roten Zahlen getrieben. Der Verlust von 7,2 Mio. Fr. ist dreimal höher als das Minus, das vor einem Jahr vorgelegt worden war.

Damals wies Swissmetal einen Verlust von 2,5 Mio. Fr. aus. Neben der Industriekrise belastete im ersten Halbjahr der steigende Metallpreis das Unternehmen zusätzlich, wie der seit drei Monaten amtierende Swissmetal-Chef Olaf Schmidt-Park und Finanzchef Joachim Blatter vor den Medien in Zürich erläuterten.

Wie Blatter aufzeigte, kletterte der Preis für Kupfer zwischen Ende 2008 und Mitte 2009 von knapp 2900 Dollar pro Tonne um über 74 Prozent auf fast 5100 Dollar in die Höhe.

Durch die schlechte Ausgangslage und wegen einer durch Kurzarbeit gedrosselten Produktion sank der Umsatz um 43 Prozent auf 103 Mio. Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt -9,2 Mio. Franken. Gemäss den revidierten Zahlen lag der EBIT Ende Juni 2008 bei 1,2 Mio. Franken.

Mit einer von 58,4 auf 60,1 Prozent verbesserten Eigenkapitalquote habe Swissmetal den Verschuldungsgrad gesenkt, erklärte Finanzchef Blatter. Im ersten Halbjahr seien 4,8 Mio. Fr. Schulden zurückgezahlt worden. Die Kosten im Monatschnitt wurden seit Ende 2008 von 9,6 auf 6,9 Mio. Fr. gesenkt.

Die Firmenleitung gibt keine Prognose für das zweite Halbjahr 2009 ab. Dennoch gibt sich der neue Chef Schmidt-Park zuversichtlich: "Die Talsohle ist erreicht", sagte er. Es gebe Anzeichen, dass sich die Märkte, auf denen Swissmetall tätig ist, im Herbst beleben würden. Grösster Wachstumstreiber dürfte Asien sein.

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