Stromversorgung

Swissgrid behauptet: Bundesgerichtsurteil führt zu höheren Strompreisen

Hochspannungsleitung am Berninapass im Abendlicht (Archiv)

Hochspannungsleitung am Berninapass im Abendlicht (Archiv)

Das Bundesgericht vedonnerte die Netzbetreiber-Gesellschaft Swissgrid dazu, den Kraftwerken für 2009 verrechnete Kosten für Systemdienstleistungen zurückerstatten Das Urteil führe zu höheren Preis für Privatkunden, behauptet Swissgrid nun.

Es geht um einen Betrag von 244 Millionen Franken, wie Swissgrid am Mittwoch mitteilt. Die Netzbetreiberin sprach dabei von «anrechendbaren Mehrkosten». Gemäss dem Urteil der höchsten Richter in Lausanne muss der Betrag den Strom-Endverbrauchern angelastet werden.

Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 kWh bezahlt 2013 laut Swissgrid rund 42 Franken für die Kosten des Übertragungsnetzes, ungefähr 5 Prozent der jährlichen Stromkosten. Wegen der Bundesgerichtsentscheide werden diese Kosten in den kommenden Jahren steigen. Zahlen konnte Swissgrid noch nicht nennen.

Nach Angaben von Swissgrid mussten die Kraftwerke 2009 auf eine Verfügung der Elektrizitätskommission (ElCom) sich an den so genannten Systemdienstleistungen beteiligen. Einige Kraftwerke fochten dies mit Beschwerden an. Swissgrid muss nach dem Urteil nun aber allen Kraftwerken zu viel verrechnete Kosten zurückerstatten.

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