Die Tochter von France Telecom stört sich daran, dass alle Mobilfunkfrequenzen - also auch die bisherigen GSM- und UMTS-Frequenzen - unter den Hammer kommen. Man habe sich bei den Behörden dafür eingesetzt, dass die bestehenden GSM- und UMTS-Konzessionen einfach erneuert werden sollten, wobei die faire Aufteilung des 900-Megahertz-Spektrums weitergeführt werden sollte.

Man sei der Meinung, dass nur die heute freien und die neuen Frequenzen versteigert werden sollten, gab Orange am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA bekannt. Eine Versteigerung auch der bisherigen Konzessionen stärke die Swisscom, die eine viel grössere Finanzkraft habe.

Zudem fehle das Geld, das man für die Auktion an den Bund bezahle, für neue Produkte und den Ausbau der Mobilfunknetze, kritisiert Orange. Ausserdem gefährde eine Neuausschreibung die Investitionen der letzten Jahre, weil keine Sicherheit bestehe, dass man das nötige Spektrum zur Erbringung der Mobilfunkdienste ersteigern könne.

Kritik an hohen Preisen

Auch Sunrise bemängelt die von der Eidg. Kommunikationskommission (Comcom) für die Auktion festgelegten Mindestpreise: Diese seien hoch und stünden dem Ziel möglichst günstiger Mobilfunkangebote entgegen.

Immerhin gab die Nummer zwei der Branche bekannt, in allen erforderlichen Frequenzbändern die entsprechenden Blöcke erwerben zu wollen, um sich schnelle mobile Breitbandverbindungen zu sichern.

Zu den Kosten der Auktion und der nötigen Investitionen für einen Netzausbau wollten sich weder Sunrise noch Orange äussern. Beide wiederholten frühere Aussagen: Sunrise wolle in den nächsten fünf Jahren 1 Mrd. Fr. in ihre Infrastruktur investieren, während Orange im gleichen Zeitraum 700 Mio. Fr. in ihr Netz stecken werde.