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Swisscom-Chef Schloter: SRG geht ohne Online-Werbung unter

Swisscom-Chef Carsten Schloter (Archiv)

Swisscom-Chef Carsten Schloter (Archiv)

Der Chef der Swisscom, Carsten Schloter, stellt sich auf Seiten der SRG und gegen die Schweizer Verleger. Sollte es der SRG nicht erlaubt sein, online Werbung zu schalten, können sie im Markt nicht mehr mithalten

«Wenn sie erfolgreich sein will, muss sie qualitativ hochwertige Inhalte produzieren - und über möglichst viele Kanäle anbieten. Das Internet ist absolut erfolgskritisch. Die SRG braucht den Online-Kanal und Werbung, um ihre Inhalte online zu vertreiben», sagt Schloter im SonntagsBlick.

Aus Sicht der SRG sei die Frage existentiell. «Darf sie nicht online werben, geht sie auf lange Sicht unter.» Er kann sich vorstellen, dass Werbung im Internet zugelassen wird, die Gebühren aber fallen.

Sogar auf Null fallen werden gemäss Schloter die Preise für lineares Fernsehen. «Fernsehen sieht in fünf Jahren radikal anders», sagt der Swisscom-Chef im SonntagsBlick. « Weil immer mehr Internet-Anbieter lineares Fernsehen anbieten, wird Fernsehen kostenlos sein. Wie bei der Mobiltelefonie bezahlt man bald nur den Zugang ins Netz.»

Gegenüber dem SonntagsBlick stellt er keine Besserung für den Handy-Empfang im Zug in Aussicht. «Es gibt heute keine Technologie, mit der sich die nötige Bandbreite in fahrende, 200 Stundenkilometer schnelle Züge bringen lässt», sagt Schloter. «Wir unternehmen mit der SBB enorme Anstrengungen und testen ständig neue Technologien. Trivial ist das Problem nicht.»

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