Zur Gewinnsteigerung trugen fast alle Geschäftseinheiten bei, wie die Swiss Re am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Das Leben- und Krankenrückversicherungsgeschäft konnte den Gewinn von 112 Mio. auf 495 Mio. Dollar mehr als vervierfachen. Grund für die Steigerung seien ein gutes operatives Ergebnis, höhere realisierte Nettogewinne aus den Kapitalanlagen und ein positiver Wechselkurseffekt.

Auch die Firmenversicherungssparte verdiente mit 239 Mio. Dollar um 64 Prozent mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Die Steigerung erfolgte aufgrund profitabler Geschäftsentwicklungen in den meisten Geschäftssparten und realisierter Nettogewinne. Das Ausbleiben von Naturkatastrophen wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus, wurde aber durch von Menschen verursachte Grossschäden aufgehoben.

Auch bei der Admin Re, der Sparte für die Abwicklung geschlossener Lebens- und Krankenversicherungsportefeuilles, stieg der Gewinn von 165 Mio. auf 249 Mio. Dollar. Zum Wachstum hätten die höheren realisierten Gewinne aus dem Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren beigetragen, hiess es weiter.

Rückgang in der grössten Sparte

Dagegen ging in der grössten Sparte, der Rückversicherung von Schaden- und Haftpflichtgeschäften, der Gewinn von 1,5 Mrd. auf 1,3 Mrd. Dollar zurück, und dies, obwohl relativ wenige Naturkatastrophen das Ergebnis belasteten. Der Rückgang sei in erster Linie auf eine höhere Steuerbelastung und tiefere realisierte Nettoerträge im Vergleich zur Vorjahresperiode zurückzuführen.

Ausserdem sei der Markt rückläufig gewesen. Dies konnte die Swiss Re aber teilweise durch niedrigere Kosten ausgleichen. Das Verhältnis von Schadenleistungen und administrativem Aufwand zum Prämienvolumen (Combined Ratio) verschlechterte sich von 86,1 auf 88,7 Prozent.

Unter 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch profitabel. Preisrückgänge und Veränderungen des Geschäftsportefeuilles lasteten auf dem Ergebnis.

Mit den Zahlen hat die Swiss Re die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit mehr Prämien und Gewinn gerechnet.

Im Ausblick sieht sich die Gruppe mit den Zielen für 2015 nach wie vor auf Kurs. Die annualisierte Eigenkapitalrendite übertraf im Halbjahr mit 13,5 Prozent den Zielwert, der sich an der Rendite fünfjähriger US-Staatsanleihen plus 7 Prozentpunkten orientiert.