Im dritten Quartal resultierten 334 Mio. Fr. Gewinn, nach einem Verlust von 304 Mio. Franken vor einem Jahr. Analysten hatten mehrheitlich erneut rote Zahlen erwartet, die Spanne reichte nach der Umfrage der Finanznachrichtenagentur AWP aber von 288 Mio. Fr. Verlust bis 745 Mio. Fr. Gewinn.

Mit den vorgelegten Zahlen erreicht der Konzern erneut die Gewinnzone. Nach einem Verlust von 864 Mio. Fr. im 2008 erzielte Swiss Re im ersten Quartal 2009 überraschend 150 Mio. Gewinn, nur um im zweiten Quartal erneut einen Verlust von 381 Mio. Fr. auszuweisen.

"Im dritten Quartal haben wir dank eines starken Kerngeschäfts und einer weiteren Reduktion der Risiken im Anlage-Portfolio den finanziellen Handlungsspielraum weiter verbessert", wird Konzernchef Stefan Lippe im Communiqué zitiert. Der weitere Ausblick sei daher "ermutigend".

Der Gewinn sei belastet durch 706 Mio. Franken an Bewertungsverlusten auf Absicherungen von Unternehmensanleihen und von 263 Mio. Fr. an Wertberichtigungen, vor allem auf dem Bestand an strukturierten Produkten.

Das Eigenkapital des von der Finanzkrise stark getroffenen Konzerns stieg auf 26,2 Mrd. Franken, nachdem es Ende Juni noch 23,8 Mrd. Fr. betragen hatte. Das geschätzte Überschusskapital auf AA-Level stieg indessen auf 6 Mrd. Franken, was für das Vertrauen der Kunden in den Rückversicherer entscheidend ist.

All dies verhelfe Swiss Re zu einer guten Ausgangslage für die Erneuerungsrunde im Januar, so Konzernchef Lippe. Der seit vergangenem Februar amtierende Swiss-Re-Chef legt den Fokus konsequent wieder auf das Rückversicherungsgeschäft, nachdem sich der Konzern unter seinem Vorgänger Jacques Aigrain mit Ausflügen ins Investmentbanking erheblich verspekuliert hatte.