Luftfahrt

Swiss prüft Stellenabbau ins Ausland

Swiss prüft Stellenabbau ins Ausland (Archivbild).

Swiss prüft Stellenabbau ins Ausland (Archivbild).

Swiss-Chef Harry Hohmeister im aktuellen Mitarbeitermagazin harte Sparmassnahmen an, wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet. Grund dafür ist die aktuelle Währungssituation.

«In unserem Fokus ist alles, das nicht in der Schweiz produziert werden muss und nicht zur Swissness beiträgt.» Auch die Auslagerung von Swiss-Stellen könne er nicht ausschliessen. Zudem will Hohmeister bei den Lieferanten sparen. „Wir müssen mit ihnen sprechen. Falls sie von den aktuellen Währungstrends profitieren, sollten sie uns diese Vorteile weitergeben.“ Andere Lieferanten müsse man auswechseln durch solche, die günstiger produzieren könnten – „in der Eurozone zum Beispiel“, so Hohmeister.

Einen Grossteil der Erträge erzielt die Swiss in Fremdwährungen. Preiserhöhungen im Ausland seien keine Option, da die Wettbewerbsfähigkeit leiden würde, sagt Sprecherin Sonja Ptassek in der „Schweiz am Sonntag“. Für Schweizer Passagiere hat die Swiss jedoch kürzlich die USA-Tarife erhöht. Gleichzeitig können ausländische Airlines ihre Preise hierzulande senken, ohne Einbussen in der Lokalwährung zu spüren. Allerdings hilft der Swiss der tiefe Ölpreis, denn das Kerosin, das in Dollar bezahlt wird, macht rund 30 Prozent der Kosten aus. Hohmeister gibt diesen Vorteil nicht weiter und so dürfte 2014 ein guter Gewinn resultieren.

Für den weiteren Verlauf hofft er auf einen Eurokurs von 1.10 Franken. Beim Tessiner Erzfeind Etihad Regional sieht es hingegen noch düsterer aus. Laut dem „Corriere del Ticino“ baut die ehemalige Darwin Airline 60 von 320 Stellen ab – eine direkte Folge des zermürbenden Preiskampfs mit der Swiss.

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