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«Swiss Light»: Internes E-Mail sorgt bei der Airline für Aufregung

Einschneidende Umstrukturierungen bei den Flight Attendants

Einschneidende Umstrukturierungen bei den Flight Attendants

Wie einer internen Präsentation der Swiss zu entnehmen ist, bereitet sich die Schweizer Fluggesellschaft auf einschneidende Umstrukturierungen vor.

Ziel ist es, die Kosten zu senken und die Effizienz zu arbeiten, schreibt die Zeitung «Der Sonntag». Die Präsentation wurde vor einigen Tagen aus Versehen per E-Mail an das gesamte Kabinenpersonal verschickt.

Darin wird der Name «Swiss Light» verwendet. Das Management zeigt in der Dokumentation auf, wie man ich die langfristige Zukunft mit den Sozialpartnern in einem zunehmend schwierigen Wirtschaftsumfeld vorstellen könnte. Diese Planung geht über das bereits initiierte Kostensenkungsprogramm Score der Deutschen Lufthansa hinaus, bei dem die Swiss bis 2015 100 Millionen Franken beisteuern muss.

Umstrukturierungen und Lohneinsparungen

So überlegt sich die Swiss-Führung einschneidende Umstrukturierungen und Lohneinsparungen bei den Flight Attendants und deren Berufsausbildung. Die Verunsicherung beim Corps ist entsprechend gross.

Die Kapers, die Gewerkschaft des Kabinenpersonals, reagierte diese Woche mit einem Schreiben an ihre Mitglieder: Normalerweise würden derartige Absichten «nicht auf solch schonungslose Weise vermittelt». Nun wisse man explizit, worauf man sich einstellen müsse. «Wir werden nun mit der Geschäftsleitung über diese konkreten Themen Gespräche aufnehmen.»

Günstigere Europa-Mannschaft

Auch bei den Piloten plant die Swiss die Zeit nach den laufenden Gesamtarbeitsverträgen Änderungen, um effizienter zu wirtschaften. So sollen gewisse Kurz- und Mittelstreckendestinationen durch die günstigere Europa-Mannschaft durchgeführt werden. Die Swiss spricht im «Sonntag» in Bezug auf das Mail von einem bedauerlichen Fehler: «Beim Dokument handelt es sich um ein Arbeitspapier, das verschiedene mögliche Zukunftsmodelle skizziert, die erst diskutiert werden.» Ob und wie diese umgesetzt würden, sei nicht entschieden.

Fakt ist jedoch, dass sich die Fluggesellschaft in einer äusserst kritischen Situation befindet. Im ersten Quartal rutschte die ansonsten erfolgsverwöhnte Airline erstmals seit zwei Jahren wieder in die roten Zahlen. Zu schaffen machen ihr insbesondere die sinkenden Durchschnittserlöse, der starke Franken und der hohe Kerosinpreis.

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