Versicherungen

Swiss Life steigert Gewinn - Stellenabbau in der Schweiz

Swiss Life-CEO Dörig (Archiv)

Swiss Life-CEO Dörig (Archiv)

Der Versicherungskonzern Swiss Life hat im Halbjahr 2009 den Gewinn um 13 Prozent auf 172 Mio. Fr. gesteigert. Im Rahmen eines Sparprogramms baut die Gruppe in der Schweiz 520 Stellen ab. Die Swiss Life-Tochter AWD ist von der Finanzkrise voll erwischt worden.

In der Schweiz kommt es voraussichtlich zu 220 Entlassungen. Die restlichen Stellen würden über die natürliche Fluktuation abgebaut, teilte der grösste Vorsorgedienstleister der Schweiz mit. Die Betroffenen würden bis zum 2. Oktober informiert. Ihnen stehe der 2004 ausge+handelte Sozialplan zur Verfügung.

Bis 2012 sollen Einsparungen und Effizienzsteigerungen im Umfang von 350 bis 400 Mio. Fr. erfolgen, teilte der grösste Vorsorgedienstleister der Schweiz mit.

Absolut gesehen gingen die verbuchten Bruttoprämien, Policengebühren und Einlagen um 4,6 Prozent zurück. Der Betriebsgewinn verbesserte sich um 10,6 Prozent auf 251 Mio. Franken.

Das Gros der Sparmassnahmen trifft mit 188 Mio. Fr. das Schweizer Geschäft und mit 95 Mio. Fr. die deutsche Finanzvertriebtochter AWD.

AWD ist von der Finanzkrise voll erwischt worden. Der Umsatz brach im ersten Halbjahr 2009 ein, die Swiss-Life-Tochter schrieb rote Zahlen. Als Reaktion soll nun der Sparkurs verschärft werden.

Vor allem die Ausgaben für Marketing sowie administrative Funktionen sollen gekürzt werden, wie AWD in Hannover mitteilte. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz der Gruppe um 20 Prozent auf rund 392 Mio. Franken.

Unter dem Strich verbuchte AWD einen Verlust von 8,9 Mio. Euro, nach einem Überschuss von 20 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Damit bleibt AWD das Sorgenkind von Swiss Life. Der deutsche Finanzdienstleister beschert der Konzernrechnung des Schweizer Lebensversicherers einen Segmentsverlust im Halbjahr von 28 Mio. Franken.

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