Luftverkehr

Swiss-Flüge zwischen Zürich und Lugano bis Sonntag eingestellt

Der Flugbetrieb zwischen Zürich und Lugano ist auch für das Wochenende abgesagt. Die slowenische Fluggesellschaft Adria Airways bleibt wegen Geldmangels auch am Samstag und Sonntag am Boden. (Archiv)

Der Flugbetrieb zwischen Zürich und Lugano ist auch für das Wochenende abgesagt. Die slowenische Fluggesellschaft Adria Airways bleibt wegen Geldmangels auch am Samstag und Sonntag am Boden. (Archiv)

Der Flugbetrieb zwischen Zürich und Lugano ist auch für das Wochenende abgesagt. Die slowenische Fluggesellschaft Adria Airways bleibt wegen Geldmangels auch am Samstag und Sonntag am Boden.

Deshalb müsse die Swiss ihre Codeshare-Flüge von und nach Lugano annullieren, teilte die Schweizer Airline am Freitagnachmittag mit. Die Fluggäste würden per SMS informiert und gebeten, sich an ihre Buchungsstelle zu wenden und mit dem Zug von Lugano nach Zürich oder umgekehrt zu reisen. Sie würden dafür in Zürich und Lugano Zugvoucher erhalten oder könnten sich das Zugticket über die Homepage der Swiss erstatten lassen.

Insgesamt seien nochmals 350 Passagiere betroffen, teilte die Swiss weiter mit. Damit beläuft sich Zahl der Reisenden, die vom Grounding der Adria kalt erwischt wurden alleine zwischen Zürich und Lugano auf 1'220.

Seit Montagabend am Boden

Adria Airways ist seit dem späten Montagabend am Boden. Zunächst war der Flugstopp nur bis zum Mittwoch angekündigt. Dann hatte es geheissen, dass am Samstag die Flüge wieder aufgenommen würden. Nun geht das Grounding weiter. Die "Swiss erwartet zeitnah eine Stellungnahme von Adria Airways in Bezug auf den Flugbetrieb von nächster Woche", schrieb die Schweizer Fluggesellschaft nun am Freitag.

Die slowenische Zivilluftfahrtbehörde CAA hatte Adria Airways nach einer Anhörung am Mittwoch eine Woche Zeit gegeben, um ihre finanziellen Angelegenheiten zu ordnen. Andernfalls drohe der Entzug der Lizenz, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA.

Adria Airways ist eine vergleichsweise kleine Fluggesellschaft mit rund 500 Mitarbeitern. Sie hat nach eigenen Angaben 20 Flugzeuge in der Flotte. Die 1961 gegründete Airline ist seit 2004 Mitglied der Star Alliance, zu der auch die Lufthansa und die Swiss gehören.

2016 wurde sie privatisiert und von der deutschen Finanzgruppe 4 K Invest erworben. Seitdem verkaufte sie alle ihre Flugzeuge und leaste sie zurück. Laut STA soll das Unternehmen dennoch Schulden in Höhe von 60 Millionen Euro haben.

Im Oktober 2018 hatte Swiss die Flüge von Zürich nach Lugano von Austrian Airlines auf Adria Airways übertragen. Der Wechsel sei aus rein wirtschaftlichen Gründen erfolgt, erklärte eine Sprecherin von Swiss gegenüber AWP. Die Saab-Flugzeuge der slowenischen Fluggesellschaft mit 50 Sitzplätzen hätten sich für diese Strecke wirtschaftlich besser gerechnet als die 76-plätzigen Maschinen der Austrian Airlines.

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