Wirtschaft

Swiss begrüsst Lufthansa-Rettung und hofft auf baldige Auszahlung erster Coronakredite

Nach der Rettung der Lufthansa darf auch die Schweizer Fluggesellschaft Swiss auf die Auszahlung von Coronakrediten des Bundes hoffen.

Nach der Rettung der Lufthansa darf auch die Schweizer Fluggesellschaft Swiss auf die Auszahlung von Coronakrediten des Bundes hoffen.

Nach der Zustimmung der Aktionäre zum Rettungsplan für die deutsche Lufthansa hofft deren Tochtergesellschaft Swiss auf die baldige Auszahlung einer ersten Tranche von Schweizer Coronakrediten.

(sat) Der deutsche Staat steigt wieder bei der Lufthansa ein. Die Aktionäre des Unternehmens stimmten einer Kapitalbeteiligung zu und schaffen damit die Voraussetzung für Deutschlands milliardenschweres Rettungspaket, berichtet die Nachrichtenagentur DPA. Diesen Entscheid begrüssen am Donnerstag auch die Lufthansa-Tochterunternehmen Swiss und Edelweiss Air in einer gemeinsamen Mitteilung. «Die Liquidität ist damit gesichert», halten die beiden Schweizer Fluggesellschaften fest.

«Der heutige Entscheid der Aktionäre gibt uns Planungssicherheit, um die Wiederaufnahme des Flugbetriebs weiter voranzutreiben und die Anbindung der Schweiz an die Welt sicherzustellen», lässt sich Swiss-CEO Thomas Klühr zitieren. Die nächsten Schritte würden nun mit der Lufthansa Group und den jeweiligen Behörden und Gremien abgestimmt, teilen Swiss und Edelweiss weiter mit.

Grossaktionär Hermann verzichtet auf Blockade

Im Anschluss daran sollen erste Kredite des Schweizer Pakets zur Rettung unter anderem der Swiss ausbezahlt werden, schreibt die Schweizer Fluggesellschaft. Näher will die Swiss zum jetzigen Zeitpunkt nicht darauf eingehen. Die Schweizer Politik hatte ihre Hilfe unter anderem an ein Paket zur Rettung der Lufthansa durch deren Aktionäre respektive den deutschen Staat zur Bedingung gemacht.

Der deutsche Staat wiederum hatte sein Neun-Milliarden-Rettungspaket unter anderem die Bedingung geknüpft, dass er selber als Aktionär – zumindest vorübergehend – wieder einsteigen darf bei der Lufthansa. Bei der ausschliesslich im Internet übertragenen ausserordentlichen Hauptversammlung verzichtete Lufthansa-Grossaktionär Heinz Hermann Thiele laut DPA jedoch darauf, das Rettungspaket zu blockieren. Wegen der schwachen Beteiligung der übrigen Stimmrechtsinhaber hätte er mit seinem Aktienanteil Gelegenheit zu einer Blockade gehabt. Im Vorfeld hatte sich der Selfmade-Milliardär sehr kritisch über den seiner Meinung nach zu starken Staatseinfluss geäussert. Womit in den letzten Tagen auch die Rettung der Swiss und Edelweiss Air in der Schwebe stand.

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