Uhren

Swatch: Nicolas Hayek will Konkurrenz nicht mehr beliefern

Swatch-Präsident Nicolas Hayek (Archiv)

Swatch-Präsident Nicolas Hayek (Archiv)

Salz in offene Wunden: Swatch-Präsident Nicolas Hayek will seine Konkurrenten nicht mehr mit Einzelteilen aus dem eigenen Haus beliefern. Dies würde die von der Krise arg getroffene Uhrenbranche empfindlich treffen.

"Ja, Sie haben richtig verstanden, die Swatch Group hat die Absicht, für Dritte nicht mehr zu produzieren und nichts mehr zuzuliefern", sagte Hayek im Interview mit der Westschweizer Zeitung "L'Agefi". Der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch wolle darüber mit der Wettbewerbskommission (Weko) diskutieren.

Hayek geht davon aus, dass die heute von Swatch belieferten Uhren-Unternehmen trotzdem überleben würden. "Alle sagen jeweils, sie könnten selbst produzieren", sagte er. Doch würden sie sich trotzdem bei Swatch bedienen wie in einem Supermarkt.

Leittragender sei letztlich sein Konzern, der in die Produktion investiere. Die Konkurrenz habe hingegen Mittel frei für die Werbung. Davon gibt es gemäss Hayek gar solche, die seinen Konzern gegenüber den Behörden als Monopolisten bezeichneten.

Tatsächlich hatte die Swatch Group bereits mehrmals mit der Wettbewerbskommission zu tun. Im September ist beispielsweise die Swatch-Tochter ETA ins Visier der Weko geraten. Es geht dabei um die Frage, ob die international tätige Uhrenmanufaktur konzerneigene Marken beim Preis bevorzugt hat.

Die Ankündigung Hayeks, nur noch für sich selbst zu produzieren, dürfte die Abnehmer aufschrecken. Die Uhrenbranche ist stark von der Krise getroffen. Das kommende Jahr wird gemäss Hayek noch schlechter als 2009.

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