Nick Hayek sagt zur Zeitung „Schweiz am Sonntag": «Sie wollten wahrscheinlich überprüfen, ob es möglich wäre, Sprengstoff, Gift oder was auch immer in den Uhrenwerken zu verstecken. Sie sprachen von Terrorgefahr.»

Doch Hayek wies das Begehren ab: «Unsere Antwort war: Njet. Keine Diskussion, das kommt nicht infrage.» Die Amerikaner hätten gedroht, «dass wir dann Schwierigkeiten beim Import bekommen könnten». Passiert sei jedoch nichts.

Nicht alle Schweizer Firmen sperren sich gegen Besuche von US-Beamten. Gemäss Informationen der «Schweiz am Sonntag» haben dieses Jahr in Schweizer Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie Vertreter der US-Lebensmittelbehörde (FDA) Kontrollen durchgeführt.

Kritik an Grossbanken

Hayek kritisiert in diesem Zusammenhang die Schweizer Grossbanken, die in Sachen US-Steuerstreit gegenüber den USA „vorauseilenden Gehorsam" praktiziert hätten, gegenüber Kleinanlegern aber hart bleiben würden, wenn diese bei Absolut-Return-Anlagen Geld verloren hätten.

Der Rechtsstreit der Swatch Group mit der UBS bezüglich Absolute-Return-Verlusten ist noch immer hängig, wie Hayek sagt. Es geht um eine 30-Mio-Klage.

Hayek kritisiert die Zürcher Staatsanwaltschaft wegen ihrer Passivität: „Sie ist offenbar sehr bankenfreundlich, da bewegt sich nichts. Aber wir machen weiter. Ich habe Herrn Weber (den Verwaltungsratspräsidenten der UBS; die Red.) zwei Mal getroffen. Er fragte mich einmal: Was bedeutet denn strafrechtlich gesehen eine Bankgeheimnisverletzung in der Schweiz? Da sagte ich: Darauf steht Gefängnis. Da erschrak er. Bei den Absolute-Return-Verlusten haben wir sicherlich auch bei der Swatch Group Fehler gemacht, aber die UBS hatte ein klares Verwaltungsmandat. Auch sie hat Fehler gemacht, und das sollte sie auch zugeben."