Die US-Luftwaffe informierte am Mittwoch über den Fehlschlag. Demnach löste sich der unbemannte Hyperschalljet X-51A "Waverider" beim Testflug am Dienstag zwar planmässig von dem B-52-Bomber, der ihn über den Pazifik getragen hatte.

Wenige Sekunden später sei aber ein Problem mit einem Kontrollruder festgestellt worden und die Maschine kurz danach verloren gegangen, hiess es. Der Bomber mit dem "Waverider" war vom Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien aufgestiegen.

In einer Stunde von London nach New York

Der Experimentalflieger, der gemeinsam mit dem Flugzeughersteller Boeing entwickelt wurde, sollte nach dem Abkoppeln auf eine Geschwindigkeit von gegen 7000 Kilometer pro Stunde kommen. Im diesem Tempo wäre London von New York aus in rund einer Stunde zu erreichen.

Der unbemannte Minijet wurde "Waverider" getauft, da er auf den durch seine hohe Geschwindigkeit erzeugten Schockwellen reitet und dadurch noch mehr beschleunigt. Insgesamt sollte das Fluggerät bei dem Test die Geschwindigkeit von Mach 6 für fünf Minuten halten.

Nicht der erste Fehlschlag

Es war nicht der erste fehlgeschlagene Test mit dem unbemannten Minijet: 2011 stürzte ein X-51A ebenfalls ins Meer. Beim ersten Testflug 2010 erreichte "Waverider" für drei Minuten fünffache Schallgeschwindigkeit.

Nach dem jüngsten Absturz ist noch eine X-51A übrig. Die Luftwaffe hat noch nicht entschieden, ob und wann sie fliegen soll. Die US-Regierung will ein Flugzeug entwickeln lassen, das innerhalb weniger Minuten jeden Punkt auf der Erde erreichen kann.