Industriekonzern

Sulzer hat offenbar einige Käufer für die Oberflächensparte an der Angel

Grosses Intersse an Oberflächensparte von Sulzer (Archiv)

Grosses Intersse an Oberflächensparte von Sulzer (Archiv)

Der Industriekonzern steht vor dem Verkauf eines Teilbereiches. Laut Analysten ist die Liste möglicher Interessenten lang. Bestimmt ein Angebot machen wird OC Oerlikon. Sulzer und OC Oerlikon haben mit Viktor Vekselberg den gleichen Grossaktionär

Sulzer hat offenbar das Interesse möglicher Käufer geweckt. Zum Verkauf steht das «Metco»-Oberflächengeschäft. Zu den Interessenten zählen laut einem Bericht von Bloomberg auch Unternehmen wie Praxair, JFE Holdings aus Japan (das in diesem Jahr mit IHI fusioniert hatte) und OC Oerlikon.

Eine Sprecherin von Sulzer bestätigte, dass Sulzer sich nach Käufern umsieht. «Wir sprechen mit Kandidaten», sagte sie auf Anfrage. Namen möglicher Interessenten wollte sie nicht kommentieren. Ebenso wenig machte sie Angaben zum Zeitplan. Beratend zur Seite steht die Grossbank Credit Suisse.

OC Oerlikon als heisser Kandidat

Gesetzt als möglicher Käufer ist OC Oerlikon. Gegenüber Analysten sagte Finanzchef und interimistischer CEO Jürg Fedier, man werde ein Angebot abgeben. «Aus unternehmerischer Sicht müssen sie mitmachen, die Logik ist zwingend», sagt ein Analyst zu dieser Variante. Der Deal könnte rasch über die Bühne gehen - ausser man wird von «ganz oben» gemeint ist Grossaktionär Viktor Vekselberg - zurück gepfiffen.

Weitere mögliche Interessenten sind laut Analysten Firmen wie Bodycote sowie eine Vielzahl nicht gelisteter Firmen. Die Verkaufsauktion soll laut dem Bloomberg-Bericht im September starten und bis zu 900 Millionen Franken in die Sulzer-Kasse spülen. Eine solche Operation könnte OC Oerlikon (ebenfalls) stemmen, wie Fedier am Vortag auf die entsprechende Frage der «Nordwestschweiz» durchblicken liess. OC Oerlikon war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Moderate Umsatzverbesserung, Gewinn unter Druck

Sulzer Metco spürt in diesem Jahr die Restrukturierungskosten aufgrund der Schliessung eines Standortes in Europa, wie der Konzern an seiner Halbjahres-Ergebnispräsentation ausgeführt hatte. Die Margen sollen durch eine verbesserte Kostenbasis ausgeweitet werden. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres war der Bestellungseingang um 2,8 Prozent auf 371 Millionen Franken gestiegen. Der Umsatz war um 4,5 Prozent auf 355 Millionen Franken geklettert. Im letzten Jahr hatte die Sparte 690 Millionen Franken umgesetzt. Um 8 Prozent auf 31,8 Millionen Franken geschrumpft war das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit. Für das laufende Jahr erwartet Sulzer für die Medco-Sparte einen «moderaten Anstieg» beim Bestellungseingang und beim Umsatz und einen leichten Rückgang der Rentabilität.

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