Die Branche kennt bislang keine Krise, wie Rolf Burri, Präsident des Spielwarenverbandes Schweiz, am Mittwoch vor den Medien deutlich machte. Letztes Jahr stieg der Umsatz mit Spielzeug in der Schweiz um drei Prozent auf 440 Millionen Franken, dieses Jahr ist er laut Burri "relativ stabil".

Sogar einen respektablen Zuwachs steuere Deutschland an, sagte Burri. Im nördlichen Nachbarland werden mittlerweile 20 Prozent der Spielwaren über das Internet verkauft. In der Schweiz ist der Anteil noch einstellig.

Das liegt laut Burri daran, dass es hierzulande nach wie vor viele Verkaufsstellen gibt. Fachhändler, die sich intensiv mit dem Markt auseinandersetzten und die Trends erkennen könnten, müssten die Zukunft nicht scheuen, betonte der Branchenchef.

Zum Auftakt der 13. Suisse Toy wurden die beliebtesten Spielsachen des Jahres ausgezeichnet. Als Jury wirkten 15'000 Kinder aus allen Landesteilen. Zu den Gewinnern gehört ein Kickboard für 1-Jährige, ein Hotel-Puppenhaus, ein Brettspiel um Edelsteine und ein Ferrari Go Kart. Diesen gibt es nach Angaben des Herstellers übrigens auch in einer Version für Erwachsene.

Zu den Höhepunkten der diesjährigen Suisse Toy gehört gemäss den Veranstaltern ein Weltrekordversuch: Die kleinen und grossen Besucher sollen gemeinsam das grösste 3D-Mosaik aus Lego-Steinen bauen.

Im vergangenen Jahr hat die Suisse Toy auf dem Messeplatz Bern rund 50'000 Kinder und Erwachsene angezogen.