Südkoreanische GM-Tochter Daewoo mit massivem Jahresverlust

Dawoo schreibt tiefrote Zahlen

Dawoo schreibt tiefrote Zahlen

Die südkoreanische General-Motors-Tochter GM Daewoo ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Für den Verlust von umgerechnet rund 763 Mio. Fr. seien vor allem gesunkene Exportzahlen und der starke Rückgang der Landeswährung Won verantwortlich, teilte das Unternehmen mit.

Zudem hätten gestiegene Material- und Herstellungskosten das Ergebnis belastet. 2007 hatte der Autobauer noch einen Gewinn von rund 458 Mio. Fr. eingefahren.

GM Daewoo verkauft 80 Prozent seiner Produkte in Übersee, unter anderem auf dem unter der Rezession leidenden Märkten in Europa und Nordamerika. Seit Dezember brach der Absatz von Daewoo-Fahrzeugen, die auch unter den Marken Chevrolet, Pontiac, Holden und Suzuki verkauft werden, um rund 50 Prozent ein.

Daneben belastete im Vorjahr zudem ein Verlust von umgerechnet 2 Mrd. Fr. aus Absicherungsgeschäften gegen Wechselkursschwankungen das Konzernergebnis. Dies habe vor allem am schwachen Won gelegen, erklärte der drittgrösste Autobauer Südkoreas. Die Landeswährung gab 2008 gegenüber dem Dollar um 26 Prozent nach und fiel im März auf den tiefsten Stand seit elf Jahren.

Der operative Gewinn von GM Daewoo fiel um 39 Prozent auf umgerechnet rund 250 Mio. Franken. Die Tochter des ums Überleben kämpfenden US-Autobauers GM bemüht sich derzeit um weitere Darlehen, nachdem er eine erste Kreditlinie von 2 Mrd. Dollar ausgereizt hat.

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