Aufgrund der fristgerecht eingetroffenen Angaben von 500 Netzwerkbetreibern kommt die ElCom für einen Haushalt mit 4500 Kilowattstunden (kWh) Verbrauch im Jahr auf einen Durchschnittspreis von 19,7 Rappen pro Kilowattstunde. Die jährliche Stromrechnung reduziert sich damit um etwas über 20 Franken.

Gewerbebetriebe mit einem Verbrauch von jährlich 30'000 kWh müssen mit einem durchschnittlichen Strompreis von 19,5 Rappen/kWh rechnen.

Weniger für die Netznutzung

Grund für die Verbilligung sind die Netznutzungstarife, die im Schnitt um 3 bis 6 Prozent zurückgingen. Ausschlaggebend dafür sind die reduzierten Kosten für Systemdienstleistungen, die von 0,77 Rappen/kWh auf 0,46 Rappen sinken. Die Energietarife steigen hingegen um 1 Prozent. Einzelne Netzbetreiber haben der ElCom die Daten nicht fristgerecht mitgeteilt. Sie wurden gemahnt.

Die ElCom dämpft die Freude der Stromkonsumenten allerdings: Die Preisänderungen fallen regional sehr unterschiedlich aus. Das Ost-West-Gefälle bei den Strompreisen bleibt bestehen. So ist der Strom in der Romandie und im Mittelland generell teurer als in der Nordostschweiz. Zudem hängt der individuelle Strompreis davon ab, wieviel Strom wann konsumiert wird, vom Verbraucherprofil also.

Die Stromrechnung setzt sich aus vier Komponenten zusammen: Netznutzungstarif, eigentlicher Energiepreis, kommunale und kantonale Abgaben (Konzessionsabgaben und lokale Energieabgaben) sowie Bundesabgaben.

Die Bundesabgaben decken die kostendeckende Einspeisevergütung für erneuerbare Energien sowie den Schutz von Gewässern und Fischen ab. 2012 belaufen sich diese Abgaben auf 0,45 Rappen/kWh. Auch sie wurden gesenkt. Die ElCom ist die unabhängige staatliche Regulierungsbehörde für die Elektrizität.