Wirtschaft

Strombranche will höhere Strompreise und mehr gesetzliche Anreize für Investitionen

Turbinen in einem Wasserkraftwerk. (Symbolbild)

Turbinen in einem Wasserkraftwerk. (Symbolbild)

Um die Versorgungssicherheit zu garantieren, muss die Schweiz ihre Stromproduktion ausbauen. Dafür brauch es aber mehr Mittel und auch höhere Beiträge durch die Konsumenten.

(mg) Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit seien nicht umsonst zu haben, sagt Michael Wider, Präsident des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) im Interview mit der «NZZ». Derzeit «sind die ökonomischen Bedingungen für Investitionen im Inland nicht gegeben», so Wider. Daher würden auch schweizerische Stromkonzerne lieber im Ausland in erneuerbare Energie investieren, dort seien die Subventionen deutlich höher.

«Man muss mit gesetzlichen Instrumenten die Preise so gestalten, dass es für Unternehmen betriebswirtschaftlich interessant wird, in die Versorgungssicherheit zu investieren», sagt Wider. So fordert er etwa ein Anreizsystem um Wasser im Sommer zurückzuhalten, damit man im Winter mehr Strom gewinnen könnte. Auch sagt Wider: «Der Konsument sollte bereit sein, für die Leistung einer sauberen und sicheren Versorgung aufzukommen.» Durch diese höheren Mittel würde es attraktiver in Produktionskapazitäten und in die Speicherung im Inland zu investieren.

Den Bau eines Gaskraftwerks in der Schweiz hält er derzeit für unnötig. Zwar könnte genau ein solches die Energielücke im Winter schliessen, aber «bevor wir die CO2-Bilanz verschlechtern, sollten wir mit andern Mitteln Energie vom Sommer in den Winter verlagern.»

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