Wirtschaft

Stromal Therapeutics

Das St.Galler Start-up wurde von einer Gruppe von weltweit führenden Forschern im Bereich der Tumorerkrankungen und chronisch-entzündlichen Krankheiten gegründet.

Stromal Therapeutics wurde 2018 als erstes Spin-Off des Kantonsspitals St.Gallen gegründet. Das Team entwickelt Immuntherapien für chronisch-entzündliche und Tumorerkrankungen. Es baut dafür auf der Forschung über Stromazellen des Medizinischen Forschungszentrums des Kantonsspitals auf.

Burkhard Ludewig, Gründer, s

Burkhard Ludewig, Gründer, s

Wer steht hinter dem Unternehmen?

Ich leite das Medizinische Forschungszentrum des Kantonsspitals St.Gallen. Hier betreiben wir Grundlagenforschung über Tumore und chronisch entzündliche Krankheiten. Hinter mir steht ein Team junger Wissenschafter.

Welches Problem löst Ihr Unternehmen?

Gerade für viele chronisch entzündliche Krankheiten gibt es noch wenig vielversprechende Therapien. Wir entwickeln dafür Therapien, die über Stromazellen wirken. Auch bei Tumoren könnten solche Ansätze wirken.

Wie funktioniert das?

Bei chronischen Entzündungen wie bei Tumoren spielt das Immunsystem eine wichtige Rolle: Es macht beim ersten zu viel, beim zweiten zu wenig. Über Stromazellen kann man die Aktivität des Immunsystems beeinflussen. Denn sie sind die Vermittler zwischen dem Immunsystem und der Entzündung oder dem Tumor.

Warum ging das vorher nicht?

Man wusste schlicht lange wenig über Stromazellen. Und wenn man nichts darüber weiss, kann man auch keine Medikamente daraus machen. Aber wir forschen am Forschungszentrum schon seit längerem dazu.

Wie weit sind Sie schon damit?

Bis aus unseren Forschungen ein Medikament wird, dürfte es noch fünf bis zehn Jahre dauern. Das ist bei solchen Prozessen die übliche Dauer. Auf dem Weg dorthin hoffen wir, dass ein grösseres Pharmaunternehmen auf uns aufmerksam wird. Das ist wichtig, wenn das Medikament auf den Markt kommen soll.

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