Zahnimplantate

Straumann mit Gewinn von 146 Mio. Franken - weniger Umsatz

Straumann stellt Zahnimplantate her

Straumann stellt Zahnimplantate her

Die Rezession hat beim Basler Dentalimplantate-Hersteller Straumann 2009 in einem geschrumpften Markt Umsatz und Gewinn sinken lassen. Nach Einschätzung des Unternehmens ist auch im laufenden Jahr noch nicht mit einer nachhaltigen Erholung zu rechnen.

Nach Marktführer Nobel Biocare musste auch Konkurrent Straumann für das vergangene Jahr schlechtere Zahlen bekanntgeben: Der Umsatz ging gegenüber 2008 um 5,4 Prozent auf 736,4 Mio. Fr. zurück. In Lokalwährungen betrug das Minus 2,1 Prozent. Neben der Wirtschaftskrise belasteten auch Währungseffekte das Ergebnis.

Der Reingewinn schrumpfe auf vergleichbarer Basis um 18,7 Prozent auf 146,4 Mio. Franken. Für 2008 hatte Straumann indessen wegen ausserordentlicher Abschreibungen einen Reingewinn von lediglich 8,2 Mio. Fr. ausgewiesen. Beim Betriebsgewinn musste ein Minus um 22,4 Prozent auf 165,3 Mio. Fr. verbucht werden.

Weil in Krisenzeiten wegen Arbeitslosigkeit und schwierigerem Zugang zu Krediten weniger Menschen zum Zahnarzt gehen, schrumpfte letztes Jahr der weltweite Markt für Dentalimplantate, restaurative und regenerative Zahnmedizin. Straumann-CEO Gilbert Achermann geht von einem Minus 6 Prozent aus, Nobel-Biocare-Chef Domenico Scala beziffert den Rückgang gar auf 7 Prozent.

Von der Rezession betroffen waren alle wichtigen Märkte von Straumann. In Europa, wo das Unternehmen 63 Prozent des Umsatzes erzielt, sanken die Verkäufe um 2,2 Prozent auf 462,4 Mio. Franken. In Nordamerika, mit einem Anteil von 21 Prozent der zweitwichtigste Markt, wurde ein Rückgang um 1,4 Prozent auf 155,3 Mio. Fr. verzeichnet.

Für das laufende Jahr geht Straumann bei einem stagnierenden oder nur im unteren einstelligen Bereich wachsenden Markt von einem Umsatz zumindest in der Höhe des Vorjahres aus. Auch die Betriebsmarge, die sich 2009 auf 22,5 Prozent belaufen hatte, will die Gruppe halten können.

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