Medizinaltechnik

Straumann erleidet Umsatzrückgang im dritten Quartal

Produktion in Straumann-Werk in Villeret im Schweizer Jura

Produktion in Straumann-Werk in Villeret im Schweizer Jura

In der Wirtschaftskrise zögern viele Patienten den Zahnarztbesuch hinaus. Das spürt auch der Basler Zahnimplantate-Hersteller Straumann, dessen Umsatz in den ersten neun Monaten 2009 um 6,3 Prozent auf 552 Mio. Franken zurückgegangen ist.

In Landeswährungen betrug der Umsatzrückgang 2,6 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Das Ergebnis sei die Folge nach wie vor reduzierter Patientenbesuche in den Zahnarztpraxen aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage. Es übertreffe jedoch den Markt.

Im Quartalsvergleich ging der Umsatz um 4,6 Prozent auf 168,2 Mio. Fr. zurück. In Europa, dem grössten Markt Straumanns, sank der Umsatz um 5,8 Prozent auf 101,6 Mio. Franken, was 60,4 Prozent des Konzernumsatzes entspricht. In der Region Nordamerika ging der Umsatz um 9,7 Prozent zurück auf 36,9 Mio. Franken. Deren Anteil am Gesamtumsatz beträgt 21,2 Prozent.

Straumann erwartet zwar, dass der Markt für Implantate, restaurative und regenerative Zahnmedizin dieses Jahr im mittleren einstelligen Bereich schrumpfen wird. Trotzdem gibt sich die Firma zuversichtlich, sich besser als der Markt zu entwickeln, und im Gesamtjahr einen Nettoumsatz von etwa 730 bis 740 Mio. Fr. zu erzielen.

Die Straumann-Titel schlossen um 5,9 Prozent tiefer auf 252.50 Franken. Das Quartalsergebnis sei durch die schwierigen Märkte beeinflusst, schrieb die ZKB. Aus ihrer Sicht hat eine Stabilisierung auf tiefem Niveau stattgefunden. Eine Verbesserung der Märkte zeichne sich noch nicht ab.

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