Pharma

Steuern und Integrationskosten schmälern Gewinn bei Siegfried

Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn bei Siegfried.

Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn bei Siegfried.

Integrationskosten und wesentlich höhere Steuern haben beim Pharmaindustriezulieferer Siegfried im vergangenen Geschäftsjahr auf den Gewinn gedrückt. Während es beim Umsatz Rekordzahlen absetzte, blieb ein tieferer Reingewinn von noch 27,9 Millionen Franken.

Das waren 28,6 Prozent oder 11,2 Millionen Franken weniger als im Vorjahr, wie Siegfried am Dienstag mitteilte. Schuld am Rückgang sind ein um 7 Millionen Franken höherer Steueraufwand sowie Kosten im Zusammenhang mit der Verschuldung. Im Vorjahr hatte das Unternehmen zudem von einer Steuergutschrift profitieren können.

Beim Umsatz vermeldete Siegfried dagegen eine Rekordmarke: Die Erlöse stiegen um 49,3 Prozent auf 717,7 Millionen Franken - so hoch wie noch nie in der 140-jährigen Geschichte des Unternehmens. Erstmals sind auch die Zahlen der 2015 von BASF erworbenen Standorte vollumfänglich enthalten. Rund drei Viertel der Verkäufe erzielte Siegfried mit Wirksubstanzen. Ein Viertel entfiel auf Fertigformulierungen.

Der Betriebsgewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) legte vor Integrationskosten um 30,1 Prozent auf 104,2 Millionen Franken zu. Die Integrationskosten beliefen sich auf 7,5 Millionen Franken. Die EBITDA-Marge ging 2016 auf 14,5 Prozent zurück. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung von 2 Franken pro Aktie aus der Kapitaleinlagereserve vor. Im Vorjahr waren es 1.80 Franken gewesen.

Siegfried erhielt für das 2015 eingeweihte Werk im chinesischen Nantong die definitive Betriebsbewilligung. Am Standort Zofingen würden zudem 40 neue Laborarbeitsplätze eingerichtet. Das Unternehmen werde auch im kommenden Jahr ein gutes Ergebnis erzielen. Man gehe von einer Umsatzsteigerung im hohen einstelligen Bereich aus.

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