Asbest-Prozess

Stephan Schmidheiny will das Asbest-Urteil weiterziehen

Unternehmer Stephan Schmidheiny (Archiv)

Unternehmer Stephan Schmidheiny (Archiv)

Der vom Turiner Strafgericht zu 16 Jahren Haft verurteilte Stephan Schmidheiny will das Urteil an die nächsthöhere Instanz weiterziehen. Dies kündigte sein Sprecher Peter Schürmann an.

Für die Verteidigung von Stephan Schmidheiny sei dieses Urteil völlig unverständlich, schreibt Schürmann. Deshalb werde es an die nächsthöhere Instanz weitergezogen.

Das Gericht hatte am Montag den Schweizer Schmidheiny und den belgischen Baron Jean-Louis de Cartier zu jeweils 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem verurteilte das Gericht die beiden ehemaligen Mitbesitzer der Eternit S.p.A. (Genua) zu Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe.

Die beiden Angeklagten waren bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Nach Überzeugung des Gerichts hatten sie eine Umweltkatastrophe verursacht und sich der vorsätzlichen Unterlassung von Sicherheitsmassnahmen in den seinerzeit vier italienischen Eternit-Fabriken schuldig gemacht; damit seien sie für den Tod von rund 3000 Menschen verantwortlich. (sda)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1