Zum Jahresende bekam Adecco aber die Flaute zu spüren. Im vierten Quartal wuchs der Arbeitsvermittler organisch nur noch um drei Prozent, wie er am Donnerstag mitteilte. Anfang Jahr setzte sich die Abschwächung fort: Im vergangenen Januar etwa haben sich die Umsätze bereits um ein Prozent abgeschwächt. Der Ausblick für das Gesamtjahr ist daher vorsichtig.

Auf operativer Ebene bleibt für 2011 ein Vorsteuergewinn (EBITDA) von 814 Mio. Euro (+13 Prozent). Während sich die Geschäfte 2011 in Deutschland, Österreich, Italien und den Schwellenländern gut entwickelten, harzte es in Grossbritannien, Irland und auf der iberischen Halbinsel.

Mit den hohen Arbeitslosenraten seien dort die Möglichkeiten für Preiserhöhungen limitiert gewesen. Adecco-Chef Patrick De Maeseneire gibt sich dennoch zuversichtlich für die mittelfristige Entwicklung des Unternehmens. "In diesen Zeiten brauchen unsere Kunden Flexibilität und wir haben das richtige Angebot für sie", wird er in der Mitteilung zitiert.

In Japan und den Benelux-Staaten war das Wachstum zwar etwas langsamer, aber besser als der Markt. Für Adecco lief es vor allem im Industriesegment gut, während sich das Geschäft mit der Vermittlung von Spezialisten (Professional staffing) moderat entwickelte.

Zusätzliche Restrukturierungskosten

Adecco rechnet im ersten Semester 2012 zwar mit zusätzlichen Restrukturierungskosten in Höhe von 10 Mio. Euro. Weitere 45 Mio. Euro sollen im zweiten Semester für Restrukturierungen in Frankreich ausgegeben werden. Insgesamt sieht sich das Unternehmen aber gut positioniert und will eine um fast zwei Drittel höhere Dividende zahlen.