Arbeitsmarkt

Stellenvermittler Adecco in der Krise - Stellenabbau geht weiter

Stellenvermittler Adecco in der Krise

Stellenvermittler Adecco in der Krise

Adecco hat im ersten Quartal 2009 einen Gewinnrückgang um 83 Prozent auf 23 Mio. Euro erlitten. Der Umsatz brach um 26 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro ein, wie der grösste Stellenvermittler der Welt mitteilte.

Auch das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zeigt unverkennbar die Spuren der globalen Rezession: Es brach um 85 Prozent auf 30 Mio. Euro ein. Der schwer von den Verwerfungen des Arbeitsmarktes getroffene Konzern will weiter die Kosten senken.

Seit Jahresbeginn wurden 2900 Vollzeitstellen gestrichen. Vereinzelt kommt es auch in der Schweiz zu Entlassungen. Stärker betroffen sind vor allem Italien und Frankreich.

Ende März hatte der Konzern noch 31 000 Vollzeitstellen im Bestand und betrieb weltweit 6000 Büros. Der Stellenabbau dürfte sich laut Finanzchef Dominik de Daniel während des zweiten Quartals immerhin verlangsamen.

Im wichtigsten Markt Frankreich brachen die Umsätze um 32 Prozent ein. Der zweitwichtigste Markt USA und Kanada verzeichnete einen Rückgang von 26 Prozent, während die Erlöse in Deutschland, Grossbritannien und Irland um knapp einen Drittel zurückgingen.

Einige Ländergesellschaften verbuchten Verluste im operativen Resultat. Japan meldet einen Umsatzrückgang von 10 Prozent.

Nur in den Schwellenländern wuchsen die Erlöse um 3 Prozent, allerdings zeigt sich auch dort eine deutliche Abschwächung gemessen an der Vorjahresperiode. Die Konzernleitung von Adecco sieht keine Anzeichen für eine Stabilisierung der Gesamtlage.

In der Schweiz und Österreich verdiente Adecco 22 Prozent weniger. Allerdings bilden die beiden Länder für den Stellenvermittler einen vergleichsweise kleinen Markt: Sie brachten im ersten Quartal nur 3 Prozent des Umsatzes.

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