Arbeitsmarkt

Stellenabbau bei Schweizer Konzernen trifft vor allem Inländer

Der Ausländer-Anteil in Schweizer Konzernen steigt.

Der Ausländer-Anteil in Schweizer Konzernen steigt.

Viele börsenkotierte Schweizer Unternehmen mussten im vergangenen Jahr Stellen streichen. Dabei trifft es häufig Schweizer Angestellte, während gleichzeitig mehr Ausländer eingestellt wurden.

Die grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen haben 2016 weniger Schweizer, dafür mehr Ausländer angestellt. Das ergab eine Umfrage der SRF-Wirtschaftsredaktion unter den im Schweizer Leitindex SMI kotierten Konzernen.

Die 15 SMI-Firmen, die geantwortet haben, bauten unter dem Strich 910 Stellen ab. Dabei beschäftigten sie im Vorjahresvergleich 2690 Schweizer und Schweizerinnen weniger, wie die am Donnerstag auf der SRF-Internetseite und unter anderem in der "Tagesschau" vorgestellte Umfrage ergab.

Die Zahl der ausländischen Angestellten in der Schweiz stieg in derselben Zeit um 1780 Personen. Der Ausländer-Anteil in der Belegschaft erhöhte sich damit von 39 auf 41 Prozent.

Diese Entwicklung fand insbesondere beim Nahrungsmittelkonzern Nestlé, dem Telekomriesen Swisscom und den Pharmaunternehmen Roche und Novartis statt.

Die Swisscom erklärte gegenüber SRF, die Zunahme an Ausländern sei in erster Linie auf die Integration der Firma Veltigroup zurückzuführen, welche Standorte in Genf und Lausanne habe und darum viele Grenzgänger beschäftige. Nestlé, Roche und Novartis erklärten die Entwicklung gegenüber SRF mit den gesuchten Qualifikationen beziehungsweise dem Fachkräftemangel in der Schweiz.

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