Seit einer Prüfung in der vergangenen Woche seien die Ermittlungen in Grossbritannien ausgeweitet worden, hiess es zur Begründung. Zudem verwies die Ratingagentur auf den "Verlust des guten Rufs" des Konzerns, eine "Schwächung" der Führungsebene nach mehreren Rücktritten und den Verzicht auf die geplante Übernahme des britischen Bezahlsenders BSkyB.

Am (heutigen) Dienstag sollten in der Affäre drei prominente Vertreter des Murdoch-Konzerns News Corp vor dem Parlament in London erscheinen. Medienmogul Murdoch, sein Sohn James und die mittlerweile zurückgetretene Chefin von Murdochs britischer Zeitungsgruppe News International, Rebekah Brooks, müssen den Mitgliedern des Medienausschusses des Unterhauses Fragen beantworten.

Premierminister David Cameron will am Mittwoch zu dem Skandal Stellung nehmen. Er verkürzte wegen der Affäre einen Afrikabesuch von vier auf zwei Tage.

Murdoch hatte sich zur Schliessung des Skandalblattes "News of the World" gezwungen gesehen, nachdem herausgekommen war, dass Journalisten nicht nur Prominente abgehört und Polizisten bestochen, sondern auch Handy-Mailboxen der Angehörigen von getöteten Soldaten sowie eines entführten Mädchens geknackt hatten. Ausserdem zog er sein Übernahmegebot für den Sender BSkyB zurück.