Stahlindustrie

Stahlkonzern ThyssenKrupp macht fast eine Milliarde Euro Verlust

Rote Zahlen bei ThyssenKrupp (Archiv)

Rote Zahlen bei ThyssenKrupp (Archiv)

Der grösste deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp hat in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres einen Verlust von knapp einer Milliarde Euro eingefahren. Das von der Wirtschaftskrise schwer getroffene Unternehmen ist auch für das Gesamtjahr skeptischer als bislang.

ThyssenKrupp rechne im Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende September) vor Steuern und wesentlichen Sondereffekten mit einem Verlust "in höherer dreistelliger Millionen-Euro-Grösse", teilte das Unternehmen mit. Bisher hatte der Stahlriese vor Sondereffekten einen Vorsteuerverlust in "mittlerer bis höherer dreistelliger Millionen-Euro-Grösse" erwartet.

In den ersten neun Monaten lag der Vorsteuerverlust bereits bei 987 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte ThyssenKrupp noch einen Gewinn von 2,3 Mrd. Euro gemacht. Im dritten Quartal schrieben vier der fünf Sparten des Konglomerats rote Zahlen. Einzige Ausnahme war die Aufzugssparte.

Von April bis Ende Juni brachen die Aufträge fast um die Hälfte auf 7,9 Mrd. Euro ein. Der Umsatz fiel um 34 Prozent auf 9,3 Mrd. Euro.

Die Stahlindustrie ist nach einem jahrelangem Boom wegen der Flaute bei wichtigen Abnehmern wie Automobil-, Bauindustrie und Maschinenbau in die schwerste Krise seit Jahrzehnten gerutscht.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1