Wirtschaftsprüfung

Stagnierende Zahlen bei Ernst & Young im Geschäftsjahr 2009/10

Sinkende Erträge und weniger Schweizer Stellen im Geschäftsjahr 2009/2010

Sinkende Erträge und weniger Schweizer Stellen im Geschäftsjahr 2009/2010

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise machen sich weiterhin in den Geschäftszahlen von Ernst & Young in der Schweiz bemerkbar: Die Erträge des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen sanken im Geschäftsjahr 09/10 leicht von 512,9 Mio. auf 507,3 Mio. Franken.

Angesichts der schwierigen Verhältnisse auf dem Markt sei er zufrieden mit dem Ergebnis, sagte Unternehmenschef Bruno Chiomento gemäss einem Mediencommuniqué. Die Erträge der beiden umsatzstärksten Geschäftsbereiche Wirtschaftsprüfung (+0,1 Prozent) und Steuer- und Rechtsberatung (-0,1 Prozent) bewegten sich im am 30. Juni zu Ende gegangenen Geschäftsjahr praktisch auf demselben Niveau wie im Jahr zuvor.

Weniger Einnahmen wurden dagegen in der Wirtschaftsberatung (-6,4 Prozent) und bei den Buchhaltungsaufträgen (-3,2 Prozent) verzeichnet. Diese beiden Geschäftsbereiche zusammen machen aber nur rund einen Fünftel des gesamten Ernst-&-Young-Umsatzes aus.

Wieder angezogen haben mittlerweile Beratungsaufträge aus der Finanzbranche, derweil die Aufträge aus anderen Branchen tendenziell eher zurückgestellt worden seien, hiess es am Donnerstag. Wachstum verzeichnen konnte Ernst & Young insbesondere mit seinem international ausgerichteten und auf Banken und die Kapitalmärkte spezialisierte Beratungsangebot.

Die Stagnation der Geschäftszahlen hat auch Auswirkungen auf den Stellenbestand von Ernst & Young: Dieser sank in der Schweiz um 100 Vollzeitstellen auf 1840. Weltweit beschäftigt das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen rund 140'000 Mitarbeiter. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen keine bekannt.

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