Das Bundesverwaltungsgericht hatte einer Beschwerde von Talgo mit Entscheid vom 28. Oktober die aufschiebende Wirkung entzogen. Vor dem Hintergrund dieses Zwischenentscheides und der bereits stattgefunden Vertragsunterzeichnung zwischen SBB und Stadler Rail will Talgo das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht mehr fortsetzen, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht.

Für Talgo sei aber nach wie vor nicht nachvollziehbar, warum das von ihr unterbreitete Angebot nicht zum Zuge gekommen sei. Die strittigen Informationen zu essentiellen Details der Bewertungssystematik und auch die dazugehörende Bewertung seien weder vom Gericht noch von der SBB direkt offengelegt worden, bemängelt Talgo.

Der Auftrag an Stadler Rail im Umfang von 980 Millionen Franken betrifft 29 Triebzüge, die ab 2019 auf der Gotthardachse mit dem neuen Basistunnel zum Einsatz kommen sollen. Die 250 km/h schnellen Züge werden in den Stadler-Werken in Bussnang TG und in Winterthur produziert.