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St. Galler Kantonalbank steigert 2018 Ertrag und Gewinn

Die St. Galler Kantonalbank hat 2018 Ertrag und Gewinn gesteigert. (Archiv)

Die St. Galler Kantonalbank hat 2018 Ertrag und Gewinn gesteigert. (Archiv)

Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) hat im vergangenen Geschäftsjahr unter dem Strich mehr verdient. Auch konnte das Institut neue Kunden gewinnen.

Der Betriebsertrag erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 477,6 Millionen Franken. In ihrem wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, waren die Brutto-Erträge wegen des Tiefzinsumfeldes leicht rückläufig, wie die Ostschweizer Bank am Freitag mitteilte. Dank der Auflösung ausfallrisikobedingter Wertberichtigungen stieg das Netto-Zinsergebnis jedoch um 4,6 Prozent.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg um 3,5 Prozent. Als Gründe werden mehr Vermögensverwaltungsmandate genannt sowie neu lancierte Anlagepakete. Angesichts der negativen Börsenentwicklung sank hingegen der Erfolg aus dem Handelsgeschäft um 12,4 Prozent, wie es hiess.

Weniger Dividende

Der Geschäftsaufwand nahm um 2,9 Prozent auf 266,6 Millionen Franken zu. So wurde etwa in die Digitalisierung investiert und zehn neue Stellen in der Kundenbetreuung geschaffen. Der Aufbau von insgesamt 30 bis 35 Stellen werde 2019 fortgesetzt.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis sank in der Folge um 0,4 Prozent auf 195,0 Millionen Franken. Nach Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken resultierte ein um 1,7 Prozent höherer Konzerngewinn nach Steuern von 158,6 Millionen.

Die Aktionäre sollen in den Genuss einer Dividende von 16 Franken pro Aktie kommen. Dies entspreche einer Ausschüttungsquote von 56,2 Prozent des Konzerngewinns und einer Dividendenrendite von 3,5 Prozent gemessen am Jahresendkurs 2018, schrieb die SGKB. Im Vorjahr hatte es auf einer Dividende von ebenfalls 16 Franken eine ausserordentliche Jubiläumsdividende von 1,50 Franken oben drauf gegeben.

2019 weniger Gewinn erwartet

Die Kundenausleihungen der Bank stiegen 2018 um 2,0 Prozent auf 26,02 Milliarden. Die von der SGKB verwalteten Vermögen beliefen sich Ende Jahr auf 43,0 Milliarden (+1,6%).

Für das laufende Jahr erwartet die SGKB ein operatives Ergebnis im Rahmen des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der Wertberichtigungen und Rückstellungen, deren Auflösungen 2018 aussergewöhnlich hoch gewesen seien, werde indes ein Konzerngewinn leicht unter Vorjahresniveau erwartet.

Wie bereits im August 2018 angekündigt, sollen zudem mit einer Aktienkapitalerhöhung die Eigenmittel weiter gestärkt werden. Die harte Kernkapitalquote (CET1) werde nach Abschluss der Massnahmen leicht über 16 Prozent steigen, hiess es am Freitag.

Baldige Kapitalerhöhung

Nach der Genehmigung durch die Generalversammlung im April sowie geeigneter Marktbedingungen solle die Kapitalerhöhung in den darauffolgenden Monaten durchgeführt werden. Das Kapital soll im Umfang von nominal 29,4 Millionen Franken erhöht werden. Bis zu 420'240 neue Namenaktien würden zu einem Bezugspreis nahe dem Marktpreis platziert. Das Bezugsverhältnis ist 6:1, das heisst sechs bestehende Aktien berechtigen zum Bezug einer neuen Aktie zum Bezugspreis.

Im Zuge der Kapitalerhöhung erhöhe sich der Nennwert der bestehenden Aktien von 70 Franken auf 80 Franken. Nach Abschluss der geplanten Kapitalerhöhung betrage das Aktienkapital der SGKB bis zu 479'493'280 Franken, eingeteilt in bis zu 5'993'666 Namenaktien.

Die Bank kündigte am Freitag zudem den Rücktritt von Albert Koller als Leiter Privat- und Geschäftskunden und Mitglied der Geschäftsleitung an. Dieser werde sich künftig strategischen Mandaten ausserhalb der Bank widmen. Koller war seit 2008 Mitglied der Geschäftsleitung und bereits seit 1990 in verschiedenen leitenden Funktionen für die St. Galler Kantonalbank tätig.

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