Da das Unternehmen aus der Schweiz heraus tätig sei, habe der starke Franken die Kosten nach oben getrieben, teilte SR Technics am Donnerstag in einem Communiqué mit. Dagegen seien die Einnahmen gesunken, weil die grosse Mehrheit der Verträge in US-Dollar abgeschlossen würden.

Man habe bereits verschiedene Kostensenkungsmassnahmen umgesetzt, um diese Situation zu überbrücken. SR Technics habe mit Lieferanten und Kunden gesprochen, sagte Sprecherin Karin Freyenmuth der Nachrichtenagentur sda. Zudem seien Reisekosten gesenkt worden. weitere Möglichkeiten würden geprüft: "In so einer Situation lässt man keinen Stein auf dem anderen", sagte Freyenmuth.

Zahl der Entlassungen unklar

Trotz dieser Bemühungen bleibe SR Technics aufgrund der derzeitigen Marktbedingungen keine andere Wahl, als die Zahl der Mitarbeiter in Zürich zu reduzieren. Diese Pläne beträfen rund 200 bis 250 Angestellte.

Wie viele Leute entlassen würden, konnte Freyenmuth noch nicht sagen. Das entsprechende Konsultationsverfahren mit den Gewerkschaften sei eingeleitet und dürfte bis Ende Oktober dauern. "Wir versuchen, intern andere Stellen für die Betroffen zu finden", sagte die Sprecherin.

Gewerkschaft will Kurzarbeit

Die Gewerkschaft VPOD rechnet mit weniger als 200 Entlassungen. Viele Stellen seien bereits nicht mehr besetzt worden, sagte Gewerkschaftssekretär René Zurin. Es sei im Moment aber schwierig abzuschätzen, wie viele Entlassungen es schlussendlich gebe. Ganz verhindern könne man diese nicht, sagte Zurin.

Die Arbeitnehmervertreterin lote derzeit zusammen mit dem Unternehmen aus, wo Kurzarbeit eingeführt werden könnte. "Wir sind dabei, Vorschläge einzubringen", sagte Zurin. Bei den Gesprächen dabei sind neben dem VPOD auch die Personalvertretungen KV-Schweiz und PUSH.